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Fotografiere auch im Regen!

2013.
Wir stehen in Island am Gletschersee Jökulsarlon. Gigantisch erheben sich weiß-, blau- und schwarzschimmernde Eisberge aus dem grauen Nebel, der über dem Land liegt. Unbeschreibliche Schönheit der Natur direkt vor uns. Wir sind überwältigt. Auch als es beginnt zu regnen, gehen wir weiter. Wir fotografieren. Es ist mir egal, wenn die Kamera das nicht aushält, denke ich. Diese Bilder werden nie wiederkommen.

Es gibt einen Punkt, in dem sich alle Fotografie-Einsteiger irren.
Das Wetter!

Sie jagen einer Illusion nach, die ihrer Meinung nach Voraussetzung für tolle Landschaftsbilder ist. Mit dieser Illusion im Hinterkopf lassen sie einen Haufen sensationeller Gelegenheiten unbemerkt vorbeiziehen. Sie wollen herausragende Bilder machen, aber machen genau das falsche. Denn sie warten auf eins:

Auf Sonne. Blauen Himmel. Gutes Wetter. 

Manchmal wünschen wir uns Anarchie.

Wir wollen fotografieren, was gerade da ist und worauf wir Lust haben. Wir wollen die Skateboarder auf der Straße nicht fragen, bevor wir sie fotografieren.
Der alte Mann mit der Zigarre wird schon damit einverstanden sein, wenn wir sein Portrait auf Facebook zeigen.

Gleichzeitig wollen wir selbst meist nicht ungefragt von fremden Leuten ins Internet gestellt werden.

Weich fließendes Wasser.
Beeindruckende Skyline-Aufnahmen in der Nacht.
Feierabendverkehr auf einer Autobahn.
Sternenbahnen am Himmel.

Langzeitbelichtungen sind ein spannendes Feld der Fotografie, das dir viele neue Möglichkeiten eröffnet. Auch auf Reisen eröffnen sich immer wieder Gelegenheiten für Bilder, die ganz besonders faszinierend und manchmal völlig unwirklich erscheinen.

10 Highlights auf dem Weg zum Nordkap, die du nicht verpassen solltest

Ich hatte gerade meinen festen Beamten-Job geschmissen. Vor uns lag ein langer, aufregender, aber auch beängstigender Weg in die Selbstständigkeit als Fotografen. Und jetzt, ganz zuerst, nach meinen ersten, letzten und einzigen 7 Monaten in einem festen Job, wollten wir einfach nur weg.

Wohin?
Irgendwohin.
Am besten ans Ende der Welt.

Wenn du mit der Fotografie anfängst, ist da erstmal ganz viel Chaos.

Der Objektivmarkt ist riesig. Undurchsichtig. Kompliziert. Voller Abkürzungen und mysteriösen Zahlen. Scheinbar überschwemmt von hunderten Anbietern. Absolut unübersichtlich. Und allgemein viel zu teuer.

Wenn du einen Profi fragst, oder jemanden, der schon länger dabei ist, welches Objektiv du dir kaufen sollst, kommt so gut wie immer diese Antwort:

Was willst du denn damit machen?

„Fotografieren!!“, denkst du.

„Und was?“

„Alles!“

„Wie hoch ist dein Budget?“

„So hoch, wie es eben sein muss. Aber nicht höher!“

Wir haben diese Unterhaltung dutzende Male geführt. Früher auf der Frager-, heute auf der Antworterseite. Sie ist immer schwierig, weil beide Seiten sich so schlecht verstehen.

Wenn du mit dem Fotografieren beginnst und dich ernsthaft damit auseinandersetzt, wirst du schnelle Fortschritte bemerken.

Vielleicht wirst du aber auch manchmal enttäuscht sein. Vielleicht sogar verzweifelt.

Enttäuscht, dass deine Bilder nicht so aussehen, wie du sie gerne hättest. Dass sie nicht so überzeugend, nicht so beeindruckend wirken, wie die Realität aussah. Vielleicht bist du mit den Einstellungsmodi überfordert, vielleicht findest du deine Bilder langweilig.

Wir erinnern uns an die Fehler, die wir gemacht haben, als wir mit der Fotografie angefangen haben. Jahrelang. Fehler, die wir teilweise sogar jetzt noch machen. Diese Fehler sehen wir oft auch bei anderen Fotografen. Fehler, die die Fotografie unnötig schwer machen und Bilder unnötig langweilig und nichtssagend.

Diese Fehler sind vor allem eins: Ganz einfach zu vermeiden.

Wir zeigen dir, welches die häufigsten sind. Und wie du sie ganz einfach nicht mehr machst.