Fotografie von Wildtieren: Ausrüstung und Tipps

Wildtier-Fotografie ist für viele die absolute Königsklasse der Fotografie. Gibt es etwas, was einen Fotografen stolzer macht als ein wirklich gelungenes, spektakuläres Bild von einem wilden Tier? Ein Foto, das im absolut richtigen Moment aufgenommen wurde und so niemals reproduzierbar ist?

Wildtier-Fotografie erfordert sehr viele Kenntnisse, Erfahrungen und unheimlich viel Zeit und Geduld. Beeindruckende Wildtierfotos werden zu Recht immer wieder in Bildbänden und anderen hochkarätigen Veröffentlichungen präsentiert.

Aber auch für das eigene Album der letzten Reise sind Wildtierfotos eine echte Bereicherung. Fotos von Walen oder Delfinen, Aufnahmen aus der afrikanischen Savanne oder aus dem Regenwald oder auch von niedlichen Kleintieren oder bunten Vögeln beeindrucken uns und lassen uns von der Ferne träumen.
Wildtier-Fotografie

Wildtier-Fotografie auf Reisen

Zur Reisefotografie gehört die Fotografien von Landschaften und Städten. Auch aber die Fotografie von Wildtieren ist für Reisefotografen immer wieder ein großes Thema.

Um schöne Aufnahmen von Wildtieren zu machen, die dich für immer an diese besondere Begegnung zurückdenken lassen und die du stolz deinen Freunden zeigst, musst du kein Profifotograf sein oder dich wochenlang im Tarnzelt im Dschungel verstecken. Auch wir sind keine ausgezeichneten Wildlife-Fotografen. Trotzdem nehmen die Fotografien unserer Wildtier-Begegnungen ganz besondere Plätze zwischen unseren Reisefotos ein.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, was du brauchst, um beeindruckende Wildtier-Fotos zu machen und geben dir Tipps für Fotos, die dich auch in vielen Jahren noch erfreuen werden. Dabei ist es egal, ob du Vögel in den Tropen, Elche in Skandinavien, Delfine in Mexiko, Löwen in Afrika oder einfach Kaninchen vor deiner Haustür fotografieren willst.

Wildtier Fotografie Afrika

Deine Ausrüstung für Wildtier-Fotografie auf Reisen

Die Kamera

Grundsätzlich ist es egal, welche Kamera du hast und wahrscheinlich wirst du dir nicht für die Wildtier-Fotografie eine komplett neue Ausrüstung anschaffen. Wir haben schon mit dem Smartphone tolle Aufnahmen von Wildtieren gemacht.
Wenn wir extra für die Wildtier-Fotografie packen, verwenden wir gerne unsere Canon EOS 7D. Als APS-C-Kamera bietet sie durch den Crop-Faktor eine Brennweitenverlängerung, die wir für Wildtier-Fotos meist gut gebrauchen können. Außerdem sind Autofokus und Serienfunktion schneller als bei unseren Vollformat-Kameras.

Wenn du generell auf der Suche nach einer neuen Kamera bist, schau mal in unseren Artikel „Welche Kamera soll ich kaufen?“. Hier stellen wir dir die besten aktuellen Modelle vor. Ansonsten empfehlen wir dir, bei deinem Modell zu bleiben und dich auf das Objektiv zu konzentrieren.

iPhone Fotografie
Mit Geduld und Kreativität lassen sich auch mit dem Smartphone interessante Wildtierfotos machen. Dieses Bild eines neugierigen Geckos haben wir in Thailand mit dem iPhone 6s aufgenommen.

Das Objektiv

Wann immer du nach einer Objektiv-Empfehlung für Wildtier-Fotografie suchst, wirst du auf die Aussage „je mehr Brennweite und Lichtstärke, desto besser“ treffen. Das stimmt generell auch, trotzdem wird es für den normalen ambitionierten Foto-Reisenden kaum praktikabel sein, eine Linse mitzuschleppen, die zum Teil deutlich über 10 kg wiegt und viele tausend Euro – zum Teil weit fünfstellig! – kostet. Bleiben wir also auf dem Boden und gehen nicht davon aus, dass du für National Geographic arbeitest.

Für die meisten Fälle und wenn du dich nicht auf Wildtier-Fotografie spezialisierst, leistet eine Brennweite bis 200 oder 300mm gute Dienste. Wir nutzen für die Fotografie von Tieren oft unser Canon 70-200mm 4,0, was mit einem Gewicht von etwas über 700g auch gerade noch im erträglichen Rahmen liegt und eine gigantische Abbildungsleistung hat. Hier gelangst du zum Pendant von Nikon. Auch das Canon 70-300mm  kommt bei uns gerne zum Einsatz und hat gerade für Einsteiger ein fantastisches Preis-Leistungsverhältnis.

Wildtier-Fotografie Objektiv
Bei der Wildtier-Fotografie kommt bei uns oft das Canon 70-200mm 4,0 zum Einsatz

Wenn du öfter Wildtiere fotografierst und mehr Brennweite brauchst, empfehlen wir dir das sehr gute Sigma 150-600mm. Der flexible Brennweitenbereich bis 600mm (!!) überzeugt auf ganzer Linie und die Bildqualität spricht absolut für sich.

Aber auch mit Standardzoom (hier gehts zu unserem Tipp für das perfekte Reiseobjektiv) und sogar Weitwinkelobjektiven können dir tolle Tieraufnahmen gelingen. Mehr dazu bei Tipp 10!

Von sogenannten „Superzooms“ mit einem sehr großen Brennweitenbereich von Weitwinkel bis Tele raten wir dir allerdings ausdrücklich ab. Die große Flexibilität geht gerade in den hohen Brennweitenbereichen leider sehr zu Lasten der Bildqualität, was insbesondere bei Wildtierfotos super schade ist. In unserem Artikel „Superzoom – Das richtige Objektiv für mich?“  findest du einige Beispiele für Wildtierfotos von uns, die durch die Verwendung eines Superzooms leider für die Tonne sind.

Superzoom Vergleich Tamron 270mm
Durch die Verwendung eines flexiblen Superzooms ist die Bildqualität dieses Fotos leider sehr schlecht.

Konverter

Ein Konverter ist kein Must-Have, aber eine sehr gute Möglichkeit, um die Brennweite deines Objektivs zu verlängern, wenn du Tiere in der Ferne fotografieren möchtest, aber nicht genügend Brennweite hast.
Konverter werden vorne auf das Objektiv aufgeschraubt. Sie verlängern deine Brennweite beispielsweise um den Faktor 1,4 oder 2 – aus 200mm werden so also 280 oder gar 400mm, ohne dass du eine riesige Investition tätigen oder 10kg mehr mitschleppen musst.

1,4-fach-Konverter von Sigma

Der große Nachteil eines Konverters ist allerdings, dass er die Lichtstärke deines Objektivs verringert. Ein 2-fach-Konverter führt beispielsweise zum Verlust von zwei Blendenstufen. Hat dein Objektiv also normalerweise eine Offenblende von 4,0 sind es mit Einsatz des 2-fach-Konverters nur noch 8,0. Dies hat auch Einfluss auf den Autofokus, da die verschiedenen Autofokus-Felder nur bis zu einer bestimmten Blende funktionieren.

Auch die optische Qualität deines Objektivs kann durch einen Konverter verringert werden. Ob du einen Konverter für die Wildtier-Fotografie einsetzt, solltest du daher gut abwägen. Bei viel Licht und in bestimmten Situationen kann er extrem bereichernd sein, eine Wundertüte ist er aber leider nicht.

 

Stativ

Ja, es ist unpraktisch, auf Reisen ein Stativ mitzuschleppen. Auch wir sind nicht selten davon genervt. Möchtest du Wildtierfotos mit einer hohen Brennweite machen, bietet es sich aber absolut an.
Für gelungene Wildtierfotos musst du oft länger ruhig ausharren – und nach einiger Zeit geht das mit einem schweren Tele-Objektiv ganz schön auf die Arme. Ein Stativ ist aber auch sehr sinnvoll, um Verwacklungen zu vermeiden und wirklich scharfe Bilder zu bekommen:
Nach der Faustregel für Belichtungszeiten kannst du aus der Hand den Kehrwert deiner verwendeten Brennweite ruhig halten. Dies sind bei 300mm also 1/300 Sekunde. Verwendest du aber eine Kamera mit Crop-Faktor (z. B. APS-C oder MFT), verkürzt sich diese Zeit noch um den Crop-Faktor (bei Nikon APS-C 1,5; bei Canon 1,6). Verwendest du also eine Canon-APS-Kamera, kannst du bei einer Brennweite von 1/300 Sekunde also keine längeren Belichtungszeiten als 1/480 Sekunde (Kehrwert von 300*1,6) verwenden, da das Bild sonst verwackeln würde. Gerade bei der Wildtier-Fotografie im Wald oder in der Dämmerung benötigst du aber oft längere Belichtungszeiten, damit deine Bilder nicht zu dunkel werden. Ein Stativ bietet sich also sehr an, um gut belichtete und trotzdem scharfe Fotos zu realisieren.

Wir verwenden das Sirui T-1004x mit diesem Kugelkopf und empfehlen es dir ohne Einschränkungen – auf Reisen und zu Hause!
Wenn du leichter reisen möchtest, ist ein Einbein-Stativ wie das Sirui-P204S  eine super Alternative für dich.

Langzeitbelichtungen Reisefotografie
Ein Stativ nervt – lohnt sich aber in vielen Situationen.

Akkus und Speicherkarten

Das ist eine sehr ausgelutschte Empfehlung, aber auch immer wieder relevant: Nimm genug Akkus und Speicherkarten mit! Bei der Wildtier-Fotografie kommt es immer wieder zu völlig unvorhergesehenen Situationen. Vielleicht siehst du den ganzen Tag gar nichts und machst kein einziges Bild. Vielleicht aber hast du tolle Situationen, fotografierst sogar mit Serienbildern und bist schnell am Limit deiner Speicherkarte.

Vielleicht entdeckst du auch noch etwas völlig anderes, an das du gar nicht dachtest. Vielleicht seht ihr auf der Whale-Watching-Tour noch eine Horde Delfine oder du hast das riesige Glück und begegnest unvorhergesehen einem ganz seltenen Tier. Ein bekannter Fotograf, der geplant hatte, Steinböcke zu fotografieren, erzählte mal, wie ihm auf seinem Heimweg plötzlich ein Luchs begegnete. Und ja, richtig: Da er es nicht eingeplant hatte, hatte er alle Bilder bei den Steinböcken „verschossen“.
Deswegen sei vorbereitet.

In Situationen wie dieser keinen Speicherplatz mehr haben? Besser nicht!

15 Tipps für spektakuläre Wildtierfotos

Wie schon gesagt, gehen wir nicht davon aus, dass du für National Geographic fotografierst und auf monatelanger Suche nach Schneeleoparden bist. Wir gehen auch nicht davon aus, dass du eine Woche im Tarnzelt übernachtest, dir ein Schwimmversteck im See baust oder Fotofallen aufstellst – auch wenn all das für hochkarätige Tierfotos top Tipps sind.
Wir gehen davon aus, dass du deine Reise- oder auch Alltagserlebnisse durch Tierbegegnungen bereicherst geben dir praxisnahe, direkt umsetzbare Tipps für tolle Fotos von diesen Begegnungen.
Schluss mit verwackelten Bildern von einem undefinierbaren Tier in der Ferne. (Oder ist es doch nur ein Stein? 😉 )

Wildtierfotografie Tipps
Ein gigantischer Blauwal – oder doch nur ein Stein? Fotos wie diese kennt wohl jeder. Sorgen wir dafür, dass du sie nicht machst!

 

1.    Habe deine Kamera in der Hand

Wenn du auf der Suche nach Wildtieren bist, habe deine Kamera immer in der Hand. Dieser Tipp mag dir komisch vorkommen, aber wilde Tiere tauchen oft dann auf, wenn du es überhaupt nicht erwartest. Wir wissen alle: Genau so schnell sind sie auch wieder verschwunden. Wenn du ein Tier siehst und dann erst deine Kamera aus der Tasche holen und einstellen musst, verschenkst du wertvolle Zeit, verhältst dich automatisch unruhig und in den meisten Fällen wird das Tier bereits verschwunden sein, wenn deine Kamera startklar ist.

Sorge also dafür, dass deine Kamera sofort einsatzbereit ist. Das meint auch, dass bereits das richtige Objektiv drauf ist, der Objektivdeckel möglichst nicht mehr drauf  und du die wahrscheinlich passenden Einstellungen schon vorgenommen hast. Fotografierst du mit Stativ, habe die Kamera bereits aufgeschraubt und trage beides zusammen!

Tolle Momente kommen immer dann, wenn du nicht damit rechnest. Immer startklar zu sein, ermöglicht dir spontane Aufnahmen.

2.    Beherrsche deine Kamera blind

Bei der Fotografie von Landschaften kannst du viel herumprobieren, bei der Fotografie von Wildtieren nicht. Einige Wildtier-Begegnungen wirst du nur einmal in deinem Leben haben. Es wird dich riesig ärgern, wenn du bei bestem Licht ein spektakuläres Motiv vor die Linse kriegst und das Bild später unscharf oder dunkel ist.

Verlasse dich bei der Wildtier-Fotografie auf keinen Fall auf den Automatik-Modus. Dieser versagt in bestimmten Situationen wie beispielsweise im Gegenlicht immer. Da die Kamera nicht weiß, was du fotografieren willst, kann sie nur raten, welche Belichtungszeiten und sonstigen Einstellungen du benötigst.
Lerne deine Kamera kennen und übe im Zoo oder an Haustieren (siehe Punkt 13), sie blitzschnell einzustellen. So bist du bestmöglich vorbereitet und kannst im perfekten Moment die Einstellungen vornehmen, die du für dein Bild brauchst. Denn zum Ausprobieren oder gar langem Hin- und Herstellen wirst du keine Zeit haben.

Wenn du noch Probleme mit der manuellen Einstellung deiner Kamera und dem Zusammenspiel von ISO, Zeit und Blende hast, lies unser E-Book „Weg vom Automatikmodus!“. Wir zeigen dir einfach und verständlich alles, was du wissen musst, um gigantische Fotos zu machen.

Außergewöhnliche Fotos gelingen dir nur, wenn du dein Equipment beherrschst.

3.    Achte auf die Verschlusszeit

Bei der Fotografie von Wildtieren solltest du insbesondere auf die Verschlusszeit achten. Für Tiere, die sich bewegen, benötigst du sehr kurze Verschlusszeiten im hohen hundertstel- oder im tausendstel-Bereich, um ein scharfes Bild zu erhalten.

Auch wenn du mit großen Brennweiten fotografierst, ist dieser Tipp immens wichtig. Wie oben im Abschnitt „Stativ“ schon beschrieben, kannst du nach der Faustformel aus der Hand den Kehrwert deiner verwendeten Brennweite ruhig halten. Dies sind bei 300mm an einer APS-C-Kamera also 1/450 Sekunde, mit einem sehr starken Tele-Objektiv bist du sogar im tausendstel-Bereich. Alle längeren Belichtungszeiten verwackeln, wenn du aus der Hand fotografierst.

Achte also unbedingt auf die Verschlusszeiten, um keine Bewegungs- oder Verwacklungsunschärfe zu riskieren. Wenn du das Problem hast, dass deine Bilder bei diesen Belichtungszeiten zu dunkel werden, hilft dir wie im vorherigen Tipp schon erwähnt unser E-Book „Weg vom Automatikmodus!“.

Damit Bilder wie dieses scharf werden, benötigst du Verschlusszeiten im Tausendstel-Bereich – und jede Menge Licht.

 

4.    Fokussiere richtig

Fotografierst du Wildtiere, die sich bewegen, solltest du den Kontinuierlichen Autofokus einstellen und alle Fokusfelder aktivieren. Bei Canon heißt dieser Modus AI-Servo, bei Nikon AF-C. Der Kontinuierliche Autofokus „verfolgt“ dein Motiv, wenn es sich bewegt, du musst also nicht ständig neu fokussieren.

Möchtest du Portraits machen oder ein sich nicht bewegendes Tier fotografieren, ist der One Shot/Single Shot-Modus (AF-S) besser geeignet. Aktiviere nur ein Fokusfeld und fokussiere genau den Teil, den du möchtest, damit schärfe Bilder kein Zufall sind.

Generell solltest du bei der Fotografie von Tieren auf die Augen fokussieren. Da wir Menschen bei unserem Gegenüber und auch auf Fotos hauptsächlich dahin schauen, stört es uns enorm, wenn diese unscharf sind. Unschärfe auf anderen Körperteilen wie etwa den Beinen akzeptieren wir deutlich eher.
Machst du ein Portrait schräg von vorne, lege den Fokus auf das vordere Auge. Dies gilt übrigens auch für die Fotografie von Menschen.

Wildtier-Fotografie
Bei Portraits muss die Schärfe auf den Augen liegen – nicht auf der Nase! – denn dort schauen wir zuerst hin.

5.    Mache Serienbilder

Wenn du Wildtiere in Bewegung fotografierst, mache Serienbilder! Dies füllt zwar deine Speicherkarten schneller (deswegen nimm genug mit!), du erwischst so aber deutlich wahrscheinlicher den perfekten Moment. Es macht einen großen Unterschied, welche Lauf- oder Flugphase du erwischst und auch Tierfotos mit geschlossenen Augen sind einfach ärgerlich.
Natürlich solltest du später nicht alle dieser Serienaufnahmen behalten und deine Festplatte damit „zumüllen“. Wähle später die besten Bilder aus – und lösche die anderen.

Momente wie diesen einzufangen, gelingt dir nur, wenn du Serienbilder machst.

6.    Achte auf die Bildgestaltung

Man neigt dazu, sich so über die Sichtung eines Wildtieres zu freuen, dass man einfach darauf los fotografiert und alles ignoriert, was man über harmonische und ansprechende Bildgestaltung weiß. Auch uns geht das manchmal noch so. Das Ergebnis sind Fotos seltener Tiere mit einem gähnend langweiligem Aufbau und Schnitt, die es nicht wert sind, sie irgendwo zu zeigen. Das ist super schade, denn man hatte doch die Möglichkeit, dieses seltene Tier zu fotografieren und hätte ALLES daraus machen können!

Ein typischer Fehler: Wir haben uns so über die unerwartete Sichtung gefreut, dass wir einfach schnell „irgendein“ Foto gemacht haben. Darüber freuen tun wir uns im Nachhinein natürlich nicht.

Wenn du an einem bestimmten Platz auf Tiere wartest, halte schon vorher Ausschau nach Elementen, die du in dein Bild einbauen kannst. Dies können Pflanzen oder Steine sein oder alles andere, was sich vor Ort befindet. Schaffe einen Vordergrund, kreiere einen Rahmen, führe mit Linien durch dein Bild – es gibt eine große Fülle an Möglichkeiten. Lade dir unser kostenloses E-Book herunter, in dem wir dir 12 Profi-Tipps für die Bildgestaltung geben! 

Binde die Umgebung in dein Foto ein, schaffe einen Vordergrund, einen Rahmen, arbeite mit Farben – auch Bilder „häufiger“ Wildtiere bekommen so einen besonderen Reiz.
12 einfache Tipps für bessere Reisefotos
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Unsere ultimativen und direkt umsetzbaren Tipps, die deine Fotos sofort verbessern.

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7.    Wähle einen ruhigen Hintergrund

Wildtiere haben tarnende Farben und Fellzeichnungen. Das ist gut für sie, für den Fotografen aber natürlich keine Freude. Fotografiere das Wildtier möglichst vor einem ruhigen Hintergrund, damit es sich schön von diesem abhebt. Gerade in Wäldern ist das oft schwierig. Probiere, ob du in eine tiefere Perspektive gehen kannst (siehe nächster Punkt), um das Tier gegen den Himmel fotografieren zu können. Auch die Verwendung einer offenen Blende eignet sich, um das Tier hervorzuheben und den Hintergrund verschwimmen zu lassen.

Je dramatischer und spektakulärer deine Aufnahme ist, desto mehr profitiert sie von einem ruhigen Hintergrund, der nicht von deinem Motiv ablenkt.

Je ruhiger der Hintergrund, desto besser hebt sich dein Tier von diesem ab. Auf diesem Bild verschwimmt der einheitlich grüne Hintergrund durch die geöffnete Blende und lenkt nicht vom Tier ab.

8.    Achte auf die Perspektive

Dieser Punkt knüpft an Punkt 6 an. Vergiss nicht alles, was du über die Fotografie weißt! Es gibt Ausnahmen, aber die meisten Tierfotos wirken auf Augenhöhe fotografiert um Welten besser als schräg von oben herab. Das bedeutet natürlich, dass du je nach Tierart hocken, knien oder sogar flach auf dem Boden liegen musst, um dich auf ihre Höhe zu begeben. Ja, das ist anstrengender als aus dem Stehen zu knipsen und ja, vielleicht wirst du dreckig. Das Ergebnis wird sich aber absolut lohnen und diesen Aufwand wieder gutmachen!

Tierbilder auf Augenhöhe wirken deutlich intensiver als von oben herab fotografiert und stellen eine ganz besondere Verbindung zum Tier her. Wenn du Tiere bisher von oben fotografiert hast, probiere es aus, auch bei deinen Haustieren: Du wirst überrascht sein, wie sehr sich deine Bilder dadurch verbessern!

Wildtier-Fotografie
Fotografiere auf Augenhöhe – oder tiefer. Fotos aus dieser Perspektive wirken automatisch intensiver und interessanter.

Manchmal bietet es sich an, die Augenhöhe-Regel bewusst zu brechen und aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive zu fotografieren, um sehr interessante, ungewöhnliche Bilder zu machen.
Wann hast du zum Beispiel das letzte Mal ein Zebra direkt von oben gesehen? Oder eine Giraffe aus der Froschperspektive?

Wie immer du fotografierst und egal ob du auf dem Boden liegst oder auf einen Baum kletterst: Wähle die Perspektive bewusst. Schütze dich vor der Annahme, dass dein Bild „eh schon ein gutes Bild“ sein wird, nur weil ein wildes Tier darauf zu sehen ist!

Kenne die Regeln. Aber fotografiere nicht alles nach. Fotografiere neu!

9.    Fotografiere in der Morgen- und Abendsonne

Dies gilt für alle Foto-Situationen. Morgens und abends ist das beste Licht und deine Bilder werden um Welten besser werden, wenn du sie nicht in der Mittagssonne machst. Als Bonus sind die meisten Tierarten in den Randstunden des Tages aber auch deutlich aktiver als in der Mittagshitze, was deine Chance auf tolle Fotos deutlich erhöht.

Wenn du eine Safari oder eine andere Tour zur Tierbeobachtung buchst, nimm die erste oder letzte Tour, die angeboten wird. Vielleicht nervt dich das frühe Aufstehen, aber es wird sich absolut lohnen. Und denke daran: Dass die Situation mit Strapazen verbunden war, hast du am nächsten Tag vergessen, aber das Foto hast du für immer!

Die Abendsonne sorgt für eine herrliche Stimmung und wunderschöne Streiflichter um das Fell und Geweih des Rentieres. Auf Augenhöhe fotografiert würde dieses Bild noch deutlich gewinnen.

10. Löse dich von deinen Vorstellungen

Ein Bild wie das des Zebras aus Punkt 8 haben wir noch nie gesehen – bis wir es gemacht haben. Es gehört zu unseren Lieblingen. Jeder von uns hat bestimmte Vorstellungen darüber, wie ein Foto aussehen sollte. Wir kennen die „typische Masse“ an Fotos und orientieren uns daran. Dieses gibt uns Ideen, schränkt uns oft aber auch ein.

Manchmal werden deine besten Bilder diejenigen sein, bei denen du dich bewusst von diesen Vorstellungen löst. Denke „Out of the box“! Wer sagt beispielsweise, dass du Vögel oder Kleintiere immer mit einem Super-Teleobjektiv fotografieren musst? Einige unserer besten Vogel- und Kleintierfotos haben wir mit einer Brennweite von 16mm gemacht!

Wer sagt, dass du ein Tier immer formatfüllend fotografieren musst? Binde die Umgebung ein, zeige die Interaktion mit anderen Tieren, zeige das Wildtier in seiner Welt!

Auch die bisher gegebenen Tipps kannst du bewusst brechen. Manchmal wirkt eine stark verschwommene Aufnahme besonders gut, manchmal eine dunkel belichtete Silhouette im Gegenlicht. Wenn du keinen ruhigen Hintergrund findest, binde dein Tier doch mal bewusst ganz getarnt in seine Umgebung ein, sodass man es kaum sieht!

Kenne die Tipps für gute Fotos. Aber sei auch kreativ!

Ohne den Tipp unseres Führers hätten wir diesen Affen in Thailand nie gesehen. Seine Farbe und Form scheinen mit dem Fels zu verschmelzen – ideal für ein besonderes Foto.

11. Informiere dich über die Tiere, die du fotografieren willst

Je besser du „deine“ Tierart kennst, desto besser werden deine Bilder werden. Für tolle Fotos musst du wissen, wo die Tiere sich aufhalten, was und wann sie fressen und wann sie aus ihren Verstecken kommen und besonders aktiv sind. Wenn du abschätzen kannst, wie die Tiere sich verhalten, erhöht das deine Chance, genau den richtigen Moment zu treffen, um ein Vielfaches.

Wenn du dich über die Tierart informierst und dich für sie interessierst, willst du schnell nicht mehr nur „ein Foto machen“. Du willst eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte über dieses Tier in seinem Lebensraum. Welchen großen Sprung das für deine Bilder bedeutet, kannst du dir ausmalen!

Wenn du deine Tierart kennst, bist du ihr näher und kannst ihr Verhalten vorausschauen. Der Lohn sind besondere Fotos, oft auch in Interaktion untereinander.

12. Vernachlässige nie deine Sicherheit

Bilder ganz nah dran wirken fast immer besser. Und Bilder von Raubtieren sind besonders spektakulär. Geht es um Wildlife-Fotografie, muss daher unbedingt erwähnt werden: Vergiss bei aller Faszination für die Tiere deine Sicherheit nicht!

Wildtiere sind wild. Man kann das nicht ausdrücklich genug sagen. Deine Sicherheit ist immer wichtiger als das Foto.

Gerade wenn du in fremden Ländern fotografierst, in entlegenen Gebieten bist oder es in der Region Raub- oder Gifttiere gibt, solltest du deine Fototouren in Begleitung eines erfahrenen Führers machen. Dies hat den weiteren großen Vorteil, dass er die Region und die Tiere kennt und dir oft sehr wertvolle Tipps geben kann oder getarnte Tiere sieht, die dir verborgen bleiben.

Egal ob Raub- oder Gifttiere, Tropenkrankheiten oder schwieriges Gelände: Behalte auf der Jagd nach dem perfekten Foto deine Sicherheit unbedingt im Blick.

13. Übe mit Haustieren oder im Zoo

Haustiere oder im Zoo zu fotografieren ist der perfekte Einstieg in die Tierfotografie und eine super Vorbereitung auf Wildtiere. Im Zoo sind die Tiere für dich „platziert“, du musst sie also nicht erst aufspüren oder dich auf dein Glück verlassen. Auch musst du dich nicht um deine Sicherheit kümmern und kannst dich ganz auf das Fotografieren konzentrieren.

Du hast die Möglichkeit, dich länger mit den Kameraeinstellungen zu beschäftigen, ohne dass das Tier sofort verschwunden ist. Im Zoo kannst du außerdem – zumindest in einem beschränkten Rahmen – das Verhalten der Tierart studieren. Du siehst, wie die Tiere miteinander interagieren, wie sie sich bewegen und welche Art Fotos das Tier besonders ausdrucksstark präsentieren. Erst wenn die Ergebnisse im Zoo wirklich gut werden, wird es sich tatsächlich lohnen, wilde Tiere zu fotografieren.

Unspektakulärer als Zootiere, aber ebenfalls eine extrem gute Übung für die Wildtier-Fotografie ist es, Haustiere zu fotografieren – insbesondere Katzen. Wirklich gute Katzenfotos in der Natur zu machen ist deutlich schwieriger als du denken magst – denn Katzen sind schnell und lassen sich nicht dirigieren. Wenn du keine (Freigänger-)Katze hast, frage Freunde oder Nachbarn. Versuche nicht „irgendein“ Katzenfoto zu machen, sondern achte auf die Perspektive, auf die Umgebung, auf Licht, Farben und Moment – und mache ein wirklich gutes!

Wenn dir Katzen zu langweilig sind, fotografiere Eichhörnchen oder Blaumeisen im Park. Es wird dich herausfordern! Schau dir einmal diese phänomenale Serie von Alex Saberi an. Alle dieser Fotos sind im Richmond Park entstanden – mitten in London!

Das Fotografieren von Katzen oder heimischen Tieren im Park wird deine Geduld strapazieren – und ist bequem von zu Hause aus die perfekte Übung für die Wildtier-Fotografie.

Auch Katzenbilder – wie dieses von einem herrenlosen, aber wunderschönem Streuner – sind bezogen auf Licht, Perspektive, Aufbau und vielem mehr meist eine Herausforderung.

14. Habe größten Respekt vor den Tieren und der Natur

Wir hoffen von Herzen, dass es für dich selbstverständlich ist: Wahre stets den Respekt und die Achtung vor den Tieren und der Natur!

Wann immer ein Tier vor dir flieht, bist du ihm zu nahe gekommen. Das mag passieren, gib aber stets dein Möglichstes, dem Tier diesen Stress und die nötige Aufwendung seiner Energie für die Flucht zu ersparen. Verhalte dich stets als Beobachter, greife niemals in die Tierwelt ein, um dein Foto zu optimieren.

Wenn du zu ungeduldig bist, für beeindruckende Tierfotos abzuwarten, fotografiere im Zoo oder Tierpark. Auch hier hast du die Möglichkeit auf grandiose Bilder – wir verweisen in diesem Zusammenhang nochmal auf die Serie von Alex Saberi.
Wenn du nicht das nötige Equipment hast, um scheue Tiere aus der Ferne zu fotografieren, fotografiere stattdessen an Menschen gewöhnte Tiere. Auch diese geben sehr lohnenswerte Motive ab.

Es müssen nicht immer Raubkatzen sein: Auch kleine, scheinbar „unspektakuläre“ Tiere sind wunderbare Motive, für deren Fotografie du keine spezielle Ausrüstung brauchst.

Verlasse nicht die Wege, wenn dies verboten ist – es wird einen Grund dafür geben. Störe niemals die Brut oder Aufzucht der Tiere – viel zu viele Jungtiere sterben durch unachtsame Menschen, die in ihre Gebiete eindringen oder die Tiere gar berühren.

Beobachtest du, dass andere Menschen Tiere stören oder gar gefährden, weise sie darauf hin und kläre sie auf. Fast niemand verhält sich absichtlich schädigend, die meisten handeln in guter Absicht – oder sind im schlimmsten Fall ignorant. Bleibe daher freundlich und erkläre die Problematik der Situation sachlich und nicht anklagend. Spiele dich niemals allwissend oder arrogant auf. Die meisten Menschen sind dankbar über diese Aufklärung und oft erschrocken über ihr Verhalten und die Problematik, die es mit sich bringt.

Leave only footprints. Take only pictures.

Als Naturfotografen ist es nicht nur unsere Aufgabe, die Schönheit und Wildnis der Natur einzufangen. Viel wichtiger sollte sein, diese Schönheit und Wildnis zu erhalten.
Lass deine oberste Priorität bei der Fotografie von Tieren und Natur stets die Tiere und die Natur sein – nie das Foto.

Die Natur zu schützen und das wilde Leben nicht zu stören, muss unsere oberste Priorität sein. Wenn wir dafür von weiter weg fotografieren oder andere Abstriche machen müssen, nehmen wir dies gerne in Kauf.

15. Habe Geduld!

Das mag dir trivial vorkommen, ist aber die wichtigste Voraussetzung für die Wildtier-Fotografie. Sei geduldig! Wenn du nicht riesiges Glück hast, entsteht ein gutes Wildtierfoto niemals „mal eben so“. Wildtiere sind scheu und verhalten sich nicht vorhersehbar. Professionelle Wildlife-Fotografen benötigen für viele ihrer besten Fotos Monate – oder Jahre. Auf manche Shots warten sie ihr Leben lang.

Für unsere Pottwal-Fotos sind wir acht Stunden lang über das Nordpolarmeer gefahren – natürlich bei eisiger Kälte und stets an Deck lauernd. Als wir aufgeben wollten, weil wir unsere Hände sowieso kaum noch bewegen konnten, trafen wir auf eine große Herde Pottwale – ein Moment, den wir nie vergessen werden.

Das Suchen, Warten und Ausharren wird sich manchmal nicht lohnen. Es wird Tage geben, an denen du kein Tier siehst. Wenn dir am fünften Tag dann endlich ein Foto gelingt, wirst du umso begeisterter und stolzer sein. Denn genau diese Schwierigkeit der Unplanbarkeit lässt uns über gelungene Wildtierfotos so staunen.

Wildtier-Fotografie Kamera
Momente wie diese passieren nicht einfach – sie erfordern eine Unmenge an Geduld, Achtsamkeit – und den Willen, sich immer neu aufzuraffen.

Ist die Wildtier-Fotografie interessant für dich? Welche Tiere fotografierst du am liebsten und welche Tipps hast du? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen!

Wildtier-Fotografie Affe

12 einfache Tipps für bessere Reisefotos
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Autor

Ich bin Sina, Mitbegründerin von Lichter der Welt, Fotografin und leidenschaftliche Weltenbummlerin. Ich liebe Natur, Freiheit, die Sonne auf meinem Gesicht und den Wind in meinen Haaren. Schon als Kind saß ich fasziniert vor dem Globus und malte mir aus, die Weite dieser Welt zu entdecken. Heute lebe ich diesen Traum und sammle Tipps, Inspirationen und Erfahrungen für dich!

14 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Artikel! Ich habe mich total gefreut, dass euch der Respekt vor Tieren und Natur so wichtig ist. Super Fotos!

    • Sina Antworten

      Hey Kora,

      vielen Dank für die lieben Worte!
      Der Punkt, den du ansprichst, ist für uns der allerwichtigste. Welchen kleinen Beitrag wir als Fotografen auch immer übernehmen können – wir sollten ihn leisten.

      Ganz liebe Grüße und tolle Fotos
      Sina

  2. Toller Artikel von euch!
    Für mich kommt er genau zur richtigen Zeit, denn ich überlege schon ein Weilchen, welches Objektiv ich benutzen kann bzw müsste, wenn ich im August vor Irlands Küste eine Bootstour mache um Wale und/oder Delfine zu sehen (beobachten). Im Moment benutze ich eigentlich nur Festbrennweiten, denn das Kit Objektiv kommt da Lichttechnisch einfach nicht mit…
    LG Heike

    • Sina Antworten

      Hey Heike,

      vielen Dank!

      Wale und Delfine konnten wir bei Touren gut mit unserem Canon 70-200mm bzw 70-300mm-Objektiven fotografieren. Damit kamen wir nah genug ran. Mitreisende hatten oft zB das Canon 100-400mm, aber wir haben die Brennweite persönlich nicht vermisst.

      Eine Festbrennweite wäre mir persönlich (!) für solche Fotos wahrscheinlich zu unflexibel, wenn man nicht absehen kann, wie nah man dran sein wird. Oftmals kommt man ja bei solchen Touren sogar näher ran, als man denkt…

      Ganz liebe Grüße und tolle Fotos von deiner Tour
      Sina

  3. Toller Artikel :-), ich lese aber grundsätzlich alle sehr gern. Das war auch der Auslöser für meine Reise nach Island nächste Woche.
    Dazu noch eine Frage: Ich habe eine Nikon 90 D, mit der ich nicht zufrieden bin. Mein Sohn hatte sie für sein Design-Studium ausgeliehen und dann doch lieber eine von der Uni genommen. Jetzt habe ich mir euren Artikel zur Kamerawahl schon xmal durchgelesen und tendiere zur Sony. Mittlerweile gibt es ja auch Nachfolger wie die 6300. Wie groß ist der Unterschied? Lohnt sich der höhere Preis?
    Ich mag sehr gern Landschaftsbilder und Tierfotos.
    LG* Gabriele

    • Hey Gabriele,

      vielen Dank für so viel Lob! 🙂 Wir freuen uns immer wieder sehr über Feedback zu unseren Artikeln.

      Zu deiner Frage: Mit was genau bist du mit der D90 nicht zufrieden? Klar ist die Kamera nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was die technischen Daten betrifft. Immerhin ist das Model auch schon 10 Jahre alt. ABER: Dennoch ist die D90 eine gute Kamera, die auch heute noch top Bilder machen kann. Natürlich vorausgesetzt sie ist technisch in Ordnung. 😉

      Die Sony A6300 ist eine sehr sehr gute (spiegellose) Kamera, welche im Vergleich zum Vorgänger nochmals verbessert wurde. Eine deutliche Verbesserung hat diese bei der Bildqualität bei wenig Licht. Die Kamera ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, was sie ideal als Reisekamera macht. Außerdem hat sie eine Hohe Serienbildrate und einen verbesserten und schnelleren Autofokus.

      Generell ist diese Kamera für Landschaftsbilder und Reisefotografie sehr zu empfehlen. Für Tierfotos eignet sie sich in meinen Augen jedoch nur bedingt, da trotz des guten Autofokus der A6300 die meisten Spiegelreflexkameras hier überlegen sind.

      Wir wüschen dir eine tolle Island-Reise (auf die wir zugegeben etwas neidisch sind 😀 ). Bring tolle Bilder von dort mit!

      Liebe Grüße
      Jan

      • Hallo Jan,
        danke für die Infos. Irgendwas scheint bei der Kamera grundsätzlich nicht in Ordnung zu sein. Auch, was die Einstellungen angeht.
        Nochmal zur Spiegelreflex: Das Geräusch des Spiegels ist doch bei jeder Kamera zu hören? Das finde ich ja in manchen Situationen sehr unpassend. Oder gibt es Modelle, die besonders leise sind? Meine D90 ist es jedenfalls nicht. Ich fotografiere auch gerne Stimmungen in Kirchen, z.B. das Licht in schöne Fenstern. Dort ist es mir auch schon negativ aufgefallen.
        LG * Gabriele

        • Hallo Gabriele,

          ja das Hochklappen des Spiegels ist bei jeder Spiegelreflexkamera zu hören. Es gibt einige Modelle die einen sogenannten „Silent-Mode“ haben, da wird der Spiegel dann etwas langsamer hochgeklappt und das Geräusch des Spiegelschlags etwas verringert. Aber Geräuschlos sind auch diese Modelle dann nicht.
          Das ist ein riesiger Vorteil bei spiegellosen Kameras und es gibt wirklich Momente, in denen ich mir so eine Kamera herbeisehne (auch wenn ich sonst persönlich nicht so der Fan davon bin 🙂 ).

          LG Jan

  4. Hallo zusammen

    Vielen Dank für den spannenden Artikel. Ich finde neben Euren zahlreichen Beispielen (inkl. der Negativbeispiele) und deren Erörterungen auch Eure Objektivempfehlung sehr hilfreich, insbesondere wenn neben der quasi „Ideallösung“ auch eine realistische (finanzierbare) Alternative genannt wird.
    Daher auch nochmals eine Frage zu Eurer Empfehlung im Hinblick auf die günstigere Variante des Canon-Objektivs: Euer Link geht auf das Canon EF 70-300mm f/4.0-5.6 IS USM Tele Zoom Objektiv. Es gibt wohl auch von Canon eine andere Variante zu ähnlichem Preis: EF 70-300mm 1:4-5,6 IS II USM Objektiv. Erstere gibt es gebraucht bei uns in der Schweiz unter 200 CHF, zweitere ist rund 150 CHF gebraucht teuerer. Welches der beiden würdet ihr empfehlen?

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüsse
    Sebastian

    • Hallo Sebastian,

      vielen Dank für dein Lob zu unserem Artikel.

      Es ist uns wirklich mega wichtig das unsere Tipps in der Praxis auch was bringen. Und da gehört für uns auch bezahlbare Ausrüstung dazu die trotzdem so gut wie möglich den jeweiligen Anforderungen gerecht wird.

      Zu dem von dir angesprochenen Objektiv: Das EF70-300 f/4.0-5.6 IS II USM ist der Nachfolger des von uns verlinkten EF70-300. Wir persönlich kennen nur das von uns empfohlene Objektiv, da wir dieses auch selbst haben. Mit dem Nachfolger hatten wir leider noch keine Möglichkeit zu fotografieren. Es soll aber ähnlich gut sein. Aber wie gesagt, persönlich konnten wir es noch nicht testen.

      Liebe Grüße
      Jan

  5. Eine sehr gute Zusammenfassung für die Tierfotografie. Vor allem der Fokus auf die Augen bzw. aus Augenhöhe zu fotografieren sind für mich die Erfolgsfaktoren für gute Tierfotos. Nur mit dem Stativ stimme ich nicht ganz mit euch überein. Ich finde, das Stativ macht mich total unflexibel, speziell dann, wenn Tiere in Bewegung sind. Ich habe mein Stativ zwar meistens mit, aber nur selten im Einsatz :-).

    Den Nikon-Fotografen kann ich vor allem das Nikon-Objektiv 80-400 empfehlen. Das ist flexibel und ihr könnt auch noch gut aus der Hand damit fotografieren.

    Bin schon gespannt auf eure weiteren Tierfotos.

    • Hey Andrea,

      danke für den Tipp mit dem Nikon-Objektiv. Das ist wirklich ein super Brennweitenbereich für Tierfotos. Hast du irgendwo Bilder die man sich ansehen kann, die mit diesem Objektiv gemacht sind? Da wären wir ganz neugierig drauf. 🙂

      Mit dem Stativ ist halt immer so eine Sache. Es kommt stark auf die Situation an, was man fotografieren möchte und die dafür benötigte Zeit. Wenn du da ein etwas größeres und schwereres Objektiv hast fotografiert es sich mit Stativ deutlich angenehmer. Klar man „erkauft“ sich das natürlich durch einen gewissen Flexibilitätsverlust. Um dennoch eine größtmögliche Bewegungsfreiheit zu haben, kann man auch auf einen sogenannten Gibal-Kopf zurückgreifen.

      Liebe Grüße
      Jan

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