Kennst du das?

Wenn du Schnee- und Eisfotos von anderen siehst, wirken diese immer romantisch. Wunderschön. Klar. Faszinierend. Sie zeigen herrliche Winterlandschaften, der Schnee glitzert in der Sonne, der Himmel strahlt in perfektem Blau. Wenn es mal neblig oder bewölkt ist, sind die Bilder trotzdem klar, ruhig, zaubern eine wohlige Stimmung.

Deine eigenen Schneebilder aber sind trüb, matschig, dunkel.

Wir zeigen dir, wie du das änderst.

Schnee Fotografie Tipps

In Eis und Schnee zu fotografieren, ist nicht besonders schwer, du musst aber einige Sachen und Einstellungen beachten, damit die Landschaft auf deinem Foto so wirkt, wie sie auch in Wirklichkeit aussieht: Zauberhaft. Nicht matschig.

Hierfür ist es wichtig, dass du deine Kamera kennst und manuell einstellen kannst. Wenn du damit noch Probleme hast, hilft dir unser E-Book garantiert weiter.

Hast du die technischen Grundlagen verinnerlicht, kann es losgehen!

 

Hier sind unsere 6 Tipps, mit denen du im nächsten Winter garantiert mehr aus deinen Schneefotos rausholst!

1. Belichte korrekt

Die meisten Schneefotos scheitern ganz einfach an der falschen Belichtung.

Das viele grelle Weiß führt den Belichtungsmesser in die Irre, die Kamera belichtet deswegen die Fotos meist deutlich zu dunkel. Bei Schnee kannst du dich hierauf also leider nicht verlassen.

Probiere deswegen aus, manuell überzubelichten (teste zunächst eine Belichtungskorrektur auf +1, gehe dann entsprechend höher oder tiefer). Viele unserer Schneefotos sind mit einer Überbelichtung von +2 oder mehr gemacht.

Durch die korrekte Belichtung wird der Schnee wirklich weiß und nicht grau, was das Bild enorm aufwertet.

Deine Belichtung sollte so hell sein, dass in den hellen Bereichen die Details beim Reinzoomen gerade noch so sichtbar sind. Achte darauf, nicht zu hell zu belichten, die hellen Bereiche dürfen nicht „ausfressen“. In unserem E-Book erklären wir dir genau, was das bedeutet und wie du es auf deiner Kamera erkennst.

Schnee Fotografie Tipps

 

2. Fotografiere in der Morgen- oder Abendsonne

Mittagssonne ist für Fotos immer schlecht, für Schneefotos ist sie aber besonders heikel. Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, kannst du es kaum vermeiden, dass helle Bereiche stark überbelichten (siehe Punkt 1). Dieses zerstört dir aber dein Bild.

Im Winter hast du durch die frühe Dämmerung das Glück, dass das Licht nur wenige Stunden am Tag ungeeignet zum Fotografieren ist. Nutze diesen Vorteil und mach dich dann auf den Weg, wenn es noch (oder schon) hell ist, die Sonne aber tiefer am Himmel steht.

Schnee Fotografie Tipps

 

3. Stelle den richtigen Weißabgleich ein

Auch wenn sie richtig belichtet sind, wirken Winterbilder oft noch grau oder blau. Dies liegt am Weißabgleich. Idealerweise fotografierst du im RAW-Format (siehe Punkt 4). Dieses Format erlaubt dir das nachträgliche Einstellen des Weißabgleichs am PC, weswegen du dich während deiner Aufnahme nicht darum kümmern musst.

Fotografierst du in JPG und dein Bild hat einen Grau- oder Blaustich, den du nicht möchtest, musst du den Weißabgleich manuell korrigieren. Hierfür probierst du entweder mit den verschiedenen Farbtemperaturen herum und schaust, wann dein Bild der Realität am nächsten kommt. Oder du nutzt den manuellen Weißabgleich, den du auf ein „Referenzweiß“ im Schnee einmisst.

Schnee Fotografie Tipps

 

4. Fotografiere im RAW-Format

Wir empfehlen dir das Fotografieren im RAW-Format immer. Die Bilder sind deutlich größer als gewöhnliche JPGs, weswegen du mehr Speicherkarten brauchst, aber dafür enthalten sie auch viel mehr Informationen, die dir bei der Nachbearbeitung extrem nützen.

Gerade Schnee- und Eisfotos profitieren besonders, wenn sie im RAW-Format aufgenommen werden. Du kannst so in der Nachbearbeitung im RAW-Converter die Belichtung optimieren, überbelichtete Bereiche abdunkeln, den perfekten Weißabgleich setzen und vieles mehr. So holst du sehr viel aus deinem Bild raus.

Hier siehst du ein Bild, das wir viel zu dunkel aufgenommen haben. Das tolle Motiv ist grau, matschig und langweilig. Durch die RAW-Konvertierung konnten wir mit dem Drehen an wenigen Reglern extrem viel retten, ohne die Bildqualität zu verschlechtern.

Schnee Fotografie Tipps

 

5. Nutze einen Polfilter für blauen Himmel und satte Kontraste

Es sieht herrlich aus, wenn der strahlend blaue Himmel über einer weißen Winterlandschaft liegt.

Damit dies auch auf deinem Foto so aussieht, kannst du einen Polfilter verwenden. Diesen schraubst du vorne auf dein Objektiv auf. Mit Polfilter fotografiert, wirken deine Fotos klarer, reiner und gesättigter, die Kontraste werden verstärkt und der blaue Himmel kommt voll zur Geltung.

Schnee Fotografie Tipps

 

6. Achte auf deine Ausrüstung

Kälte macht deiner Kamera nichts aus. Den Akkus schon. Bei Kälte halten sie deutlich kürzer und es ist sehr ärgerlich, wenn du nach einem Spaziergang in der klirrenden Kälte endlich bei deinem Motiv angekommen bist und deine Kamera nicht mehr angeht. Nimm deswegen im Winter unbedingt immer einen Ersatzakku mit, den du körpernah bei dir trägst, damit er warm bleibt.

Da Schnee auch nichts anderes als Wasser ist, leg deine Kamera nicht in diesen und schütze sie und das Objektiv vor starken Schneefällen.

Kümmere dich auch darum, dich selbst warmzuhalten. Investiere zum Fotografieren im Winter insbesondere in gute Handschuhe, die warm sind und dir trotzdem noch das Bedienen der Kamera ermöglichen.

 

Extra-Tipp: Fotografiere auch an grauen und trüben Wintertagen

Trau dich weg von Postkartenfotos!

In unserer Idealvorstellung von Winterfotos ist der Schnee strahlend weiß, der Himmel hat ein sattes Blau und die Sonne steht leuchtend am Himmel.

Der Winter kann aber auch ganz anders. Trau dich, auch im Nebel und an trüben Schneematschtagen zu fotografieren. Diese Fotos haben eine ganz eigene, besondere Stimmung. Oft wirken sie auch in schwarz-weiß richtig gut.

Einige unserer besten Schnee- und Eisfotos sind an nebelverhangenen, trüben Tagen entstanden.

Sei authentisch!

Neuschwanstein Winter Fotografieren

Wenn du diese Tipps beherzigst, werden deine Schnee- und Eisfotos sich technisch deutlich verbessern. Du wirst keine grauen, matschigen Fotos von schönen Wintertagen mehr haben und die Farben werden so aussehen wie in der Wirklichkeit.

Wenn deine Fotos dir jetzt zwar schon besser gefallen, aber dir noch zu langweilig und beliebig wirken, lade dir hier unser kostenloses E-Book herunter. In diesem geben wir dir 12 einfache und direkt umsetzbare Tipps zur Motiv- und Bildgestaltung, die deine Fotos sofort verbessern werden.

Wir wünschen dir großartige Fotos, egal ob zu Hause oder am anderen Ende der Welt. Egal, ob in der klaren Wintersonne oder im trüben Nebel!

Wenn du noch Fragen hast, schreibe uns in den Kommentaren! Wir beantworten wie immer jeden einzelnen!

 

12 einfache Tipps für bessere Reisefotos
Kostenloses E-Book

Unsere ultimativen und direkt umsetzbaren Tipps, die deine Fotos sofort verbessern.

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Autor

Ich bin Sina, Mitbegründerin von Lichter der Welt, Fotografin und leidenschaftliche Weltenbummlerin. Ich liebe Natur, Freiheit, die Sonne auf meinem Gesicht und den Wind in meinen Haaren. Schon als Kind saß ich fasziniert vor dem Globus und malte mir aus, die Weite dieser Welt zu entdecken. Heute lebe ich diesen Traum und sammle Tipps, Inspirationen und Erfahrungen für dich!

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