Du bist auf der Suche nach einem großartigen Teleobjektiv für Canon, Nikon oder Sony? In diesem Artikel zeigen wir dir unsere Empfehlungen für verschiedene Einsatzbereiche für alle drei Marken: Teleobjektive für Canon, Teleobjektive für Nikon und Teleobjektive für Sony! Natürlich gehen wir sowohl auf Spiegelreflexkameras als auch auf Spiegellose Kameras ein!

Was ist ein Teleobjektiv?

Ein Teleobjektiv gehört zur Grundausstattung der meisten Fotografen. Es ist dafür gedacht, weiter entfernte Motive „näher ran zu holen“, funktioniert also grundsätzlich ähnlich wie ein Fernglas.

Teleobjektive haben eine längere Brennweite als Normalobjektive. Von einem Teleobjektiv spricht man ab einer Brennweite von etwa 70mm, wobei sehr starke Teleobjektive sogar Brennweiten von 2000mm und mehr haben können. Normal auf dem zivilen Markt verfügbar sind Teleobjektive bis etwa 800mm, etwa das Canon EF 800mm f/5.6L IS USM oder das Nikon AF-S Nikkor 800mm f/5.6E FL ED VR

Übrigens: Was die Abkürzungen und Zahlen in den Objektivbezeichnungen bedeuten, zeigen wir dir hier.

Typische Einsatzbereiche von Teleobjektiven sind die Tier- und die Sportfotografie, also Situationen, in denen der Fotograf weiter weg vom Motiv ist. Aber auch für die Portraitfotografie werden leichte Teleobjektive gerne genutzt, denn Teleobjektive bringen den charakteristischen Look der geringen Schärfentiefe mit sich, was bei Portraits sehr beliebt ist: Die Schärfeebene ist relativ klein, Hinter- und Vordergrund verschwimmen in der Unschärfe. Dies sorgt für eine schöne Freistellung des Hauptmotivs.

Auch in der Makrofotografie von Tieren sind Teleobjektive beliebt, da sie einen größeren Abstand zwischen Motiv und Kamera erlauben und somit die Fluchtgefahr des Tiers geringer ist.

Teleobjektiv Canon, Nikon, Sony
Teleobjektiv Canon
Die Tierfotografie ist eines der großen Gebiete der Telefotografie (Hier ein Faultier im Regenwald in Panama, aufgenommen mit dem Teleobjektiv Canon 70-200 f4, welches wir dir unten vorstellen)

Welche Brennweite braucht man für welches Motiv?

Welche Brennweite ein Teleobjektiv haben sollte, hängt vom Einsatzbereich ab. Grundsätzlich gilt, dass eine längere Brennweite meist mit weniger Lichtstärke, einem höheren Preis und mehr Gewicht einhergeht. Du musst hier also gut abwägen, wie viel Brennweite du tatsächlich benötigst.

Wichtig: Alle hier genannten Brennweitenbereiche gelten für das Kleinbildformat, also Kameras mit Vollformatsensoren. Wenn deine Kamera eine APSC-Kamera ist, verlängert sie die Brennweiten um den Faktor 1,5 (bei Nikon und Sony) bzw. 1,6 (bei Canon) (Cropfaktor). Hast du eine MFT-Kamera, wird die Brennweite um den Faktor 2 vergrößert, also verdoppelt. Dies musst du beim Kauf all deiner Objektive berücksichtigen.

Auch auf dem Objektiven selbst ist der Brennweitenbereich gerechnet auf Kleinbildformat angegeben. Kaufst du also beispielsweise ein 100mm-Objektiv und hast eine Kamera mit APS-C-Sensor, beträgt deine reelle Brennweite 150mm (Nikon und Sony APS-C) bzw. 160mm (Canon). An einer MFT-Kamera sind es sogar 200m! Du hast also immer den Vorteil, dass du auch mit einer geringen Brennweite dein Motiv näher heranholen kannst.

Teleobjektiv Empfehlungen
Wenn wir nicht speziell Wildtiere fotografieren wollen, setzen wir auf Reisen meist auf ein kleineres, leichteres Teleobjektiv (hier fotografiert Jan Kajaks auf dem Panamakanal mit einem 70-200mm). Ist unser Anspruch hingegen gezielt die Fotografie von wilden Tieren, nehmen wir ein größeres, spezielleres Teleobjektiv mit (ab 400mm, besser 600mm).

Portraitfotografie
Hier nutzt man meist Teleobjektive im Bereich von 70 bis 135mm. Dieser Bereich bietet den Vorteil der verringerten Schärfentiefe, sorgt aber noch nicht dafür, dass die Abbildung als flach empfunden wird. Teleobjektive in diesem Brennweitenbereich sind preislich erschwinglich, haben meist eine gute Lichtstärke und sind nicht zu schwer. Wir nutzen als Teleobjektiv für Portraits das Canon EF 70-200mm f/4L IS USM, das wir auch unten bei Canons Teleobjektiven vorstellen.

Makrofotografie
Auch hier wird wegen der schon genannten Vorteile meist der leichte Telebereich von 70 bis 135mm bevorzugt. Wegen der besseren Lichtstärke nutzt man in der Makrofotografie meist Festbrennweiten. Wir selbst nutzen als Makroobjektiv das Canon EF 100mm f/2.8L Macro USM.

Naturfotografie, Reisefotografie, Haustierfotografie:
Für diese Sparten werden meist Teleobjektive im mittleren Telebereich, etwa zwischen 135 und 300mm verwendet. Wir nutzen das oben schon genannte Canon EF 70-200mm f/4L IS USM.

Sportfotografie, Wildtierfotografie:
In diesen Bereichen kommen die „großen“ Teleobjektive bzw. Superteleobjektive mit Brennweiten zwischen 200 und 800mm zum Einsatz. Diese Objektive holen sehr weit entfernte Motive nah ran, sind aber entweder lichtschwach oder sehr teuer. Wegen des hohen Gewichts werden Superteleobjektive meist mit Stativ verwendet. Wir verwenden für unsere Wildtierfotografie das Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM Sports, das wir dir ganz am Ende des Artikels vorstellen. Du bekommst dieses Teleobjektiv sowohl für Canon als auch für Nikon.

Teleobjektiv Wofür
Die Fotografie mit Teleobjektiven eignet sich für alle weiter entfernten Motive, natürlich auch für den Mond! (Hier fotografiert mit 600mm.)

Die häufigsten Fragen zu Teleobjektiven

Wann brauche ich ein Teleobjektiv?

Ein Teleobjektiv brauchst du, um weiter entfernte Motive bzw. Objekte nah ranzuholen, etwa in der Tierfotografie oder der Sportfotografie.

Welches Teleobjektiv für welche Entfernung?

Dies hängt stark von der Motivgröße ab und kann nicht allgemeingültig beantwortet werden: natürlich brauchst du für eine Mücke in 50m Entfernung ein anderes Objektiv, als wenn du einen Hund in 50m Entfernung fotografieren willst

Welche Brennweite für Teleobjektiv?

Für alltägliche Anwendungsbereiche wie Portraits, Reise und Tiere empfehlen wir dir ein Teleobjektiv zwischen 70 und 200 oder 300mm. 

Was ist ein Telezoom?

Als Telezoom bezeichnet man Teleobjektive, mit denen man zwischen verschiedenen Vergrößerungsstufen, also Brennweiten, zoomen kann. Das Gegenteil von einem Zoomobjektiv ist eine Festbrennweite.

Gibt es Teleobjektive auch für Smartphones?

Ja, es gibt aufsteckbare Teleobjektive für Smartphonekameras. Ein gutes Teleobjektiv für iPhone und andere Smartphones findest du hier: Apexel Teleobjektiv für Smartphone

Welches ist das längste Teleobjektiv der Welt?

Das längste Teleobjektiv ist das Canon 5200mm F14. Das größte zivile Teleobjektiv ist wahrscheinlich das Zeiss Apo Sonnar T 1700mm.

Warum sind Teleobjektive so teuer?

Teleobjektive ab etwa 200mm erfordern spezielle Gläser und asphärische Linsen und müssen stark korrigiert werden, weil sich Linsenfehler stark bemerkbar machen. Dies erfordert erheblichen Aufwand in der Konstruktion, der preiswert nicht machtbar ist.

Teleobjektiv Canon Tierfotografie
Lohnt sich auch: Telefotografie hinter dem Haus

Du kaufst ein Teleobjektiv: Worauf musst du achten?

Welches Teleobjektiv für dich das richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab, über die wir dir eine  kurzen Überblick geben wollen:

Brennweite
Der wichtigste Faktor beim Kauf eines Teleobjektivs ist die Brennweite – daher sind wir hierauf schon im vorherigen Punkt ausführlich eingegangen. Für die meisten Alltagssituationen wie Portraits, Naturfotografie und die Fotografie von Haustieren ist ein Teleobjektiv mit einer Brennweite zwischen 70 und 200 bzw. 300mm zu empfehlen. Für die ambitioniertere Wildtierfotografie empfehlen wir dir Teleobjektive ab 400mm.

Lichtstärke
Gerade bei Teleobjektiven musst du extrem auf die Lichtstärke achten, da hier meist kurze Verschlusszeiten notwendig sind, um ein Verwackeln der Fotos auszuschließen. Dies erfordert eine große Offenblende, die bei Teleobjektiven nur schwierig zu konstruieren und daher teuer ist. Grundsätzlich gilt: Je länger die Brennweite, desto lichtschwächer das Objektiv. Wir empfehlen dir, möglichst auf eine Anfangsblende von 4.0 zu setzen (wobei eine niedrige Zahl immer lichtstärker, also besser ist!). Bei sehr hohen Brennweitenbereichen (z. B. 400mm und höher) sind 5.6 oder 6.3 akzeptabel.

Marke
Natürlich muss dein Teleobjektiv auf deine Kamera passen. Hierfür kannst du entweder direkt ein Objektiv deiner Kameramarke kaufen oder aber ein Objektiv eines Fremdherstellers (die bekanntesten sind Sigma und Tamron), welches für deine Marke optimiert ist. Gerade von Sigma-Objektiven wissen wir, dass diese mittlerweile oft sehr hochwertig sind, du kannst hier also durchaus auf diesen Hersteller zurückgreifen und musst nicht zwingend bei Nikon, Sony oder Canon bleiben.

Größe und Gewicht
Je höher die Brennweite und je besser die Lichtstärke, desto größer und schwerer ist das Objektiv. Hier gilt es also stets, den für dich besten Kompromiss zu finden.

Bildstabilisator
Der Bildstabilisator ist bei Teleobjektiven ein sehr sinnvolles Feature, auf das du achten solltest. Er gleich Erschütterungen und das leichte, natürliche Zittern deiner Hände aus und hilft dir somit, verwacklungsfreie, scharfe Fotos zu machen.  Bei der Telefotografie ist dies besonders wichtig, denn je länger die Brennweite, desto mehr übertragen sich minimale Bewegungen auf das Foto. Wir empfehlen dir in diesem Artikel daher nur Teleobjektive mit Bildstabilisator (bei Canon Teleobjektiven heißt er IS, bei Nikon Teleobjektiven VR und bei Sony Teleobjektiven OSS).

Teleobjektiv Welche Brennweite
Teleobjektive gibt es in völlig verschiedenen Brennweitenbereichen. “Monster” wie dieses Sigma Teleobjektiv, das ich hier auf der Messe photokina teste, haben ihre Berechtigung für ganz spezielle Fotos, sind für uns für den Alltag aber irrelevant, da gar nicht transportabel

Welches Teleobjektiv eignet sich für welche Kamera?

Beim Kauf eines Teleobjektivs musst du darauf achten, dass dies für deine Kamera geeignet ist. Hier ist nicht nur der Hersteller entscheidend, sondern insbesondere auch der Objektivanschluss, auch Mount oder Bajonett genannt.

Verschiedene Hersteller bieten verschiedene Objektivanschlüsse an, wobei einige untereinander kompatibel sind, einige mit Adapter funktionieren und einige sich gar nicht kombinieren lassen. Da dies ziemlich vierwirrend ist und durch das Aufkommen der Spiegellosen Kameras nochmal verkompliziert wurde, haben wir hier eine kurze Übersicht für dich:

Welche Teleobjektive für Canon? 

Spiegelreflex
Canon unterscheidet bei seinen digitalen Spiegelreflexkameras zwischen EF-Mount und EF-S-Mount. Hierbei sind EF-Objektive speziell für Vollformatkameras konzipiert und EF-S-Objektive für APS-C-Kameras.

Wichtig:

  • An APS-C-Kameras von Canon (dazu gehören alle 1000er-, 100er-, 10-er sowie die 7er-Serie) lassen sich sowohl EF als auch EF-S-Objektive nutzen.
  • An Vollformatkameras von Canon (dazu gehören die 1er, die 5er und die 6er-Serie) lassen sich nur EF-Objektive nutzen.

Wir empfehlen in diesem Artikel nur EF-Teleobjektive von Canon, die du also an beiden Arten Spiegelreflexkameras verwenden kannst.

Spiegellos
Bei seinen Spiegellosen Kameras unterscheidet Canon die M-Serie und die R-Serie. Zur M-Serie (z. B. Canon M5, M6, M50, M100…) gehören die kleineren Spiegellosen Kameras mit APS-C-Sensor. Canons R-Serie umfasst die Spiegellosen Vollformatkameras (z. B. Canon R, RP, R5 und R6) . Beide Serien haben ein spezielles Bajonett: Canon EF-M-Bajonett bzw. Canon RF-Bajonett.

Wichtig:

  • An Kameras der M-Serie kannst du Canon EF-M-Objektive nutzen. Über EF-EOS M-Adapter lassen sich auch die Canon EF- und EF-S-Objektive problemlos verwenden.
  • An Kameras der R-Serie kannst du Canon RF-Objektive nutzen. Über EF-EOS R-Adapter lassen sich auch die Canon EF- und EF-S-Objektive problemlos verwenden.
Canon Teleobjektiv Empfehlung
Wir nutzen als leichtes, flexibles Canon Teleobjektiv im Alltag besonders gerne das Canon 70-200mm f/4L IS USM

Welche Teleobjektive für Nikon?

Spiegelreflex
Nikon nutzt bei seinen Spiegelreflexkameras das F-Bajonett. Die Objektive, die speziell für APS-C-Kameras entwickelt wurden, tragen die Zusatzbezeichnung DX.

Wichtig:

  • An APS-C-Spiegelreflexkameras von Nikon (hierzu gehören z. B. die Nikon D7500, D500, D3500 oder D5600) kannst du alle Objektive des F-Mounts verwenden, auch die mit der Zusatzbezeichnung DX.
  • An Vollformatkameras (FX-Sensoren) von Nikon (hierzu gehören z.B. die Nikon D610, D780, D850 oder D6) kannst du die Objektive des F-Mounts verwenden, jedoch NICHT die mit der Zusatzbezeichnung DX.

Wir empfehlen in diesem Artikel nur F-Teleobjektive von Nikon ohne DX, die du also an beiden Arten Spiegelreflexkameras verwenden kannst.

Spiegellos
Im Spiegellosen Segment gibt es bei Nikon nur die Z-Serie, die sowohl APS-C- als auch Vollformatkameras umfasst. Hierzu gehören die Nikon Z5, Z6, Z6II, Z7, Z7II und die Nikon Z50. Für diese Serie hat Nikon das spezielle Z-Bajonett entwickelt.

Wichtig:

  • An Kameras von Nikons Z-Serie kannst du Objektive mit Z-Bajonett nutzen. Über Nikon FTZ-Adapter lassen sich aber auch die Nikon F-Objektive problemlos verwenden.
Ein ganz tolles, längeres Nikon Teleobjektiv, auf das wir ziemlich neidisch sind, ist das Nikkor 200-500mm

Welche Teleobjektive für Sony?

Sony unterscheidet zwischen A-Mount bei seinen Spiegelreflexkameras und E-Mount bei seinen Spiegellosen Kameras. Da die A-Mount-Serie (dazu gehören z. B. die Sony Alpha 99, Alpha 77, Alpha 68 und Alpha 58) nicht mehr hergestellt wird, sind auch kaum noch Teleobjektive dafür zu bekommen, weswegen wir in diesem Artikel keine empfehlen können.

Den E-Mount-haben die Spiegellosen Kameras von Sony. Hierzu gehören die Kameras aus der Sony Alpha 6000-Serie, der Alpha 5000-Serie, der Alpha 7-Serie und der Alpha 9-Serie.

Wichtig:

  • An Sonys E-Mount-Kameras kannst du die Sony E-Mount-Objektive nutzen.
Ein flexibles, starkes Sony Teleobjektiv für unterwegs ist das Sony 100-400GM

Fremdhersteller

Einige Hersteller wie etwa Sigma, Tamron oder Zeiss stellen ebenfalls Objektive für Canon, Nikon und Sony her, die zum Teil ebenfalls sehr empfehlenswert sind. Achte auch hier beim Kauf darauf, das richtige Objektiv für deinen Kameraanschluss zu verwenden. Eine gute erste Übersicht findest du auf den Seiten der Objektivhersteller. Hier etwa listet Sigma alle seine Objektive für den Sony E-Mount auf: https://www.sigma-foto.de/objektive/sony-e-mount/ Über das Menü findest du das Angebot für die Mounts von Canon und Nikon.

Teleobjektiv Sigma Empfehlung
Ein Sigma Teleobjektiv, das wir selbst sehr gerne an unserer Canon nutzen, ist das Sigma 150-600mm Sports

Kaufberatung: Die besten Teleobjektive für Canon, Nikon und Sony

Canon Teleobjektiv

Canon Teleobjektive für Spiegelreflex (EF und EF-S-Mount)

Hinweis vorweg: Alle hier vorgestellten Canon Teleobjektive für Spiegelreflexkameras eignen sich sowohl für den Canon EF als auch für den Canon EF-S-Anschluss – also sowohl für Vollformat- als auch für APS-C-Spiegelreflexkameras von Canon.

Unser Tipp: Mit EF-EOS R-Adapter bzw. EF-EOS M-Adapter kannst du diese Objektive ohne Qualitätsverluste auf Canons Spiegellose Kameras mit RF- oder M-Mount adaptieren.

Empfehlung I: Canon EF 70-200mm f/4L IS II USM

Wir selbst nutzen für den leichten Telebereich, also für Portraits, Naturfotos und für die Haustierfotografie, den Klassiker unter Canons Teleobjektiven: Das Canon EF 70-200mm f/4L IS II USM. Dieses Objektiv ist eines der allerbesten auf dem Markt und besticht durch eine grandiose Schärfe, einen sehr guten und schnellen Autofokus und sehr schöne Farben mit einem tollen Bildlook. Es bildet fast verzerrungsfrei ab. Für uns ist das Objektiv lichtstark genug für fast alle Situationen, sodass wir es als hervorragenden Kompromiss zwischen Lichtstärke, Preis und Gewicht empfehlen.

Die lichtstärkere Alternative ist das ebenfalls hervorragende Teleobjektiv Canon 70-200mm f/2.8L IS III USM. Uns selbst ist dieses Objektiv auf Reisen zu schwer. Wir empfehlen es dir aber, wenn dein Schwerpunkt auf bewegten Motiven (etwa Tierfotografie) oder auf Fotografie in Innenräumen liegt und du daher mehr Lichtstärke benötigst. Durch die größere Anfangsblende hat es ein noch etwas schöneres Bokeh, was auch für die Portraitfotografie ein Vorteil ist.

Beide Teleobjektive sind staub- und spritzwassergeschützt und eignen sich dadurch für das Fotografieren bei jedem Wetter.

Canon EF 70-200 f/4L IS II USM

Canon EF 70-200mm f/4L IS II USM
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Canon EF 70-200 f/2.8 IS III USM

Canon EF 70-200mm f/2.8L IS USM III
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Wildtierfotografie
Das Canon 70-200mm f/4 ist für uns auf Reisen ohne Tierfotoschwerpunkt der ideale Begleiter. Es passt gut in den Fotorucksack, ist nicht zu schwer und die Bildqualität ist hervorragend (hier in der Camargue in Südfrankreich)

Empfehlung II: Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6 L IS II USM

Wenn du ein super Canon Teleobjektiv mit mehr Brennweite suchst, was trotzdem noch gut tragbar sein soll, ist das Canon 100-400mm perfekt für dich. Es ist der Klassiker für Tierfotografie auf Reisen, denn es ist noch einigermaßen kompakt, bietet aber schon eine hohe Brennweite – ideal z. B. für Safaris. Die Abbildungsleistung des Objektivs ist sehr gut, der Autofokus schnell und präzise. Wie auch die anderen Canon Teleobjektive der L-Serie ist es spritzwassergeschützt, du kannst es also auch im Regen verwenden.

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Wildtierfotografie Dschungel
Wenn du mehr Brennweite benötigst, ist das Canon 100-400mm eine gute Investition. Wir empfehlen es dir z. B. auf Reisen mit einem Schwerpunkt in der Tierfotografie (z. B. Safaris, Dschungeltouren)

Empfehlung III: Canon EF 70-300mm f/4.0-5.6 IS II USM

Unser Geheimtipp für ein sehr unterschätztes Canon Teleobjektiv!

Dieses Objektiv ist ebenfalls sehr gut und deckt einen noch größeren Brennweitenbereich ab als das 70-200mm. Das 70-300mm ist ein kleiner „Geheimtipp“ unter Canons Teleobjektiven, denn es liefert eine hervorragende Bildqualität bei sehr kleinem Preis. Wir haben es selbst viele Jahre lang intensiv genutzt. Qualitativ ist auch im direkten Vergleich zu den Fotos des 70-200mm eigentlich kein großer Unterschied auszumachen.

Wie auch die deutlich teureren Teleobjektive von Canon hat auch dieses Objektiv einen Bildstabilisator und einen USM-Motor für einen schnelleren Autofokus.

Achtung: Verwechsle dieses sehr gute Teleobjektiv nicht mit dem Canon EF 75-300mm! Das gibt es auch und es ist noch günstiger, überzeugt uns hinsichtlich Bildqualität, Autofokus etc. aber absolut nicht!

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Mit Tierfotografie nebenbei geld verdienen
Das Canon 70-300mm liefert großartige Bildqualität zum vergleichsweise kleinen Preis. Außerdem ist es relativ leicht und kompakt. Es ist also sowohl zu Hause als auch auf Reisen ein großartiger Begleiter!

Canon Teleobjektiv für Spiegellose Kameras mit APS-C-Sensor (EF-M-Anschluss)

Hierzu gehören die Canon Systemkameras der M-Serie, etwa die M3, M5, M6, M50, M100 und M200

Unsere Empfehlung: Canon EF-M 55-200mm f/4.5-6.3 IS STM

Dieses Objektiv ist mit aktuell etwa 260€ ein echter Preiskracher für ein Canon Teleobjektiv. Es ist vergleichsweise klein und leicht und daher gerade auf Reisen ein super Begleiter, der durch den großen Brennweitenbereich, der schon bei 55mm beginnt, noch dazu sehr flexibel ist. Es hat einen Bildstabilisator und einen leisen und zuverlässigen STM-Motor für den Autofokus, wodurch es auch für Videoaufnahmen geeignet ist.

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Canon Teleobjektiv für Spiegellose Vollformatkameras (RF-Anschluss)

Hierzu gehören die Canon Systemkameras der EOS R-Serie, etwa die R, RP, R5 und R6

Für dieses relativ neue System hat Canon noch nicht viele Teleobjektive auf dem Markt und die wenigen verfügbaren sind enorm teuer. Unsere persönliche Empfehlung ist es daher, eines der Canon Teleobjektive für das EF-Bajonett zu kaufen (Empfehlungen siehe vorheriger Abschnitt) und diese mit Adapter zu nutzen. Dies verringert die Bildqualität und andere Eigenschaften NICHT, da der Adapter nicht optisch eingreift, sondern nur den Weg zwischen Sensor und Linse verlängert.

Willst du doch investieren, kommt hier unsere Empfehlung:

Unsere Empfehlung: Canon RF 70-200mm f/2.8L IS ISM

Dieses Pendant zu Canons Teleobjektiv-Klassiker, dem EF 70-200, führt die Erfolgsserie der Reihe fort: Es liefert eine extrem gute Bildschärfe, einen super schnellen und präzisen Autofokus und insgesamt eine hervorragende Qualität. Der 5-Stufen-Bildstabilisator liefert neue Maßstäbe und gleicht Verwackler bestmöglich aus. Es ist etwas kürzer und leichter als das Pendant der EF-Serie und natürlich ebenfalls spritzwassergeschützt.

Zum Canon RF 70-200mm f/2.8L IS ISM bei Amazon

Nikon Teleobjektiv

Nikon Teleobjektive für Spiegelreflex (F-Mount)

Hinweis vorweg: Alle hier vorgestellten Nikon Teleobjektive für Spiegelreflexkameras eignen sich sowohl für Vollformat- als auch für APS-C-Spiegelreflexkameras von Nikon (Nikon F-Bajonett).

Unser Tipp: Mit einem Nikon FTZ-Adapter kannst du diese Teleobjektive der F-Serie ohne Qualitätsverluste auf Nikons Spiegellose Kameras der Z-Serie adaptieren.

Empfehlung I: Nikon AF-S Nikkor 70-200mm f/4 ED VR

Auch Nikon kommt mit gleich zwei sehr guten Teleobjektiven im Bereich 70-200mm daher. Wie auch bei Canon ist Nikons Nikkor 70-200mm Teleobjektiv eine echte Wucht, die hinsichtlich Bildqualität, Schärfe und Autofokus total überzeugt. Es ist DAS Standard-Teleobjektiv von Nikon – und zwar nicht „Standard“ im Sinne von „oll“, sondern im Sinne von „MUSS ein Nikon-Fotograf haben“! Die Bilder mit Nikons 70-200mm werden scharf und detailreich bis zum Rand, flexibel in sehr vielen Bereichen perfekt einsetzbar und mit dem für ein Teleobjektiv geringen gewicht und Größe wirklich angenehm zu handhaben.

Wie Canon bietet auch Nikon sein 70-200mm Teleobjektiv auch noch in einer noch lichtstärkeren Variante mit einer Anfangsblende von 2,8 an: Das Nikon AF-S Nikkor 70-200mm f/2,8E FL ED VR. Dieses Objektiv ist größer, schwerer (1,4kg statt 850g) und teurer als die f/4-Variante. Es ist aber dann genau das richtige für dich, wenn du mehr Lichtstärke brauchst, weil du dein Teleobjektiv z. B in Innenräumen oder hauptsächlich bei bewegten Motiven verwenden willst.

Ein Beispiel für eine Empfehlung für uns:
Pferdefotografie, auch in Reithallen: Nimm unbedingt das Nikon Teleobjektiv in der f/2,8-Variante. Hier kommt sein Vorzug der besseren Lichtstärke voll zum Tragen und der höhere Preis wird sich lohnen!

Reisefotografie: Hier ist das Nikon Nikkor 70-200mm f/4 das bessere Teleobjektiv für dich, denn du benötigst die höhere Lichtstärke hier meist nicht so sehr und wirst sehr dankbar über das geringere Gewicht sein!

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Nikon Teleobjektiv
Wenn du nicht allzu weit entfernst bist von deinen Motiven, ist die Brennweite 70-200mm ein gutes Einstiegs-Teleobjektiv für dich

Empfehlung II: Nikon AF-S Nikkor 200-500mm f/5.6E ED VR

Wir verraten dir an dieser Stelle ein Geheimnis: Als Nutzer von Canon sind wir sooo neidisch auf dieses unglaubliche Teleobjektiv von Nikon!! Das Nikon Nikkor 200-500mm ist ein Teleobjektiv, was wir besonders für die Wildtierfotografie interessant finden und welches ein absolut überragendes Preisleistungsverhältnis hat. Für unter 1400€ bietet Nikon hier ein starkes, sehr flexibles Telezoom mit einer hervorragenden Abbildungsleistung und einem schnellen Autofokus. Und das bei einer durchgehenden Blende von 5.6 – in diesem hohen Brennweitenbereich ist das sonst nur unheimlich teuer zu bekommen! Auch für die Sport- bzw. Actionfotografie insgesamt ist das Objektiv total interessant.

Nutzt du eine Kamera von Nikon und bist auf der Suche nach einem Teleobjektiv für die Vogelfotografie, für Safaris, für die Sportfotografie oder ähnliche Gelegenheiten, ist das Nikon Nikkor 200-500mm dein Objektiv!

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Empfehlung III: Nikon AF-P Nikkor 70-300mm f/4.5-5.6E ED VR

Nikons Teleobjektiv Nikkor 70-300mm kostet nur etwa die Hälfte des 70-200mm f/4-Klassikers, bietet aber ebenfalls eine hervorragende Bildqualität und Schärfe und einen schnellen, präzisen Autofokus. Für ein Teleobjektiv ist das 70-300mm ziemlich kompakt und handlich. Sein Nachteil ist, dass es mit einer Anfangsblende von 4.5 bis 5.6 etwas lichtschwächer ist als Nikons 70-200mm f/4. Wegen der tollen Flexibilität bezüglich der Brennweite und der vergleichbaren Bildqualität finden wir das Nikon 70-300mm dennoch eine extrem gute Alternative!

Obwohl es günstiger ist, hat Nikon auch diesem Teleobjektiv einen Staub- und Spritzwasserschutz spendiert, du kannst also auch das 70-300mm beruhigt in verschiedenen Wetterverhältnissen draußen nutzen. Achtung: Dieses Nikon-Teleobjektiv gibt es auch noch mit der Zusatzbezeichnung “DX”, dieses ist jedoch eine andere Version und nicht für vollformatkameras geeignet.

Zum Nikon AF-P Nikkor 70-300mm f/4.5-5.6E ED VR bei Amazon

Nikon Teleobjektive für Spiegellose Kameras (Z-Mount)

Hinweis vorweg: Das hier vorgestellte Nikon Teleobjektiv für Spiegellose Kameras eignet sich sowohl für Vollformat- (FX) als auch für APS-C (DX)-Sensoren der Spiegellosen Kameras von Nikon (Nikon Z-Bajonett).

Hierzu gehören aktuell (Stand 2021) alle Kameras der Nikon Z-Serie, wie die Nikon Z5, Z6, Z6II, Z7, Z7II und die Nikon Z50.

Unser Tipp: Da auch Nikon bisher nur sehr wenige Objektive für seine Spiegellosen Kameras anbietet, darunter aktuell nur ein einziges Telezoom, empfehlen wir dir, mit Adapter zu arbeiten und ein Teleobjektiv aus Nikons F-Serie für Spiegelreflexkameras zu kaufen. (Empfehlungen siehe vorheriger Abschnitt). Hierfür benötigst du einen Nikon FTZ Bajonettadapter. Dies verringert die Bildqualität und andere Eigenschaften der Objektive NICHT, da der Adapter nicht optisch eingreift, sondern nur den Weg zwischen Sensor und Linse verlängert.

Hier findest du mehr Infos zum Nikon FTZ-Adapter

Möchtest du aber doch ein Teleobjektiv speziell für die Nikon-Z-Serie, gibt es aktuell nur ein Telezoom, was aber unsere volle Empfehlung erhält:

Unsere Empfehlung: Nikon Nikkor Z 70-200mm f/2.8 VR S

Nikons erstes Teleobjektiv für Spiegellose Kameras (Z-Serie) führt die 70-200mm-Reihe kompromisslos fort und setzt neue Maßstäbe in Sachen Bildqualität und Abbildungsleistung, Mit 2kg Gewicht ist es gerade für eine Spiegellose Kamera ziemlich schwer (und deutlich schwerer als das Pendant der F-Serie) und mit aktuell 2400€ auch wirklich kein Schnäppchen. Dafür bietet dieses lichtstarke Telezoom eine grandiose Schärfe bis in die Ecken und einen exzellenten Autofokus und lässt generell hinsichtlich Qualität keine Wünsche offen.

Wir empfehlen dir dieses Teleobjektiv für deine Nikon-Kamera der Z-Serie, wenn du sehr hohe Ansprüche an die Bildqualität hast, dafür bereit bist, tiefer in die Tasche zu greifen und kein Problem damit hast, ein 2kg-Objektiv mit dir herumzutragen.

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Sony Teleobjektiv

Sony Teleobjektive für Spiegellose Kameras (E-Mount)

Beim Kauf eines Sony Teleobjektives musst du zwischen Objektiven für den Sony A-Mount und Objektiven für den Sony E-Mount unterscheiden.

  • Den A-Mount-Anschluss haben die Spiegelreflexkameras von Sony. Hierzu gehören etwa die Sony Alpha 99, die Sony Alpha 77, die Sony Alpha 68 und die Sony Alpha 58.
  • Der E-Mount-Anschluss haben die Spiegellosen Kameras von Sony. Hierzu gehören die Kameras aus der Sony Alpha 6000-Serie, der Sony Alpha 5000-Serie, der Sony Alpha 7-Serie und der Sony Alpha 9-Serie.

Mehr Infos über die verschiedenen Mounts von Sony findest du hier: https://www.sony.de/electronics/a-mount-und-e-mount-objektive

Da es für Sonys A-Mount fast keine Teleobjektive mehr gibt, stellen wir dir hier nur Objektive für Sonys Spiegellose Kameras vor. Diese haben alle einen E-Mount.

Empfehlung I: Sony SEL70200G f/4

Wie schon bei Canon und Nikon empfehlen wir dir auch für Sony als perfektes Teleobjektiv für alle Alltagssituationen ein 70-200mm f4. Das Sony SEL70200GM f/4 hat ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis und macht gestochen scharfe Bilder mit einem tollen Bildlook. Es ist ein super Kompromiss zwischen Größe/Gewicht und Lichtstärke und gerade noch so gut mitzunehmen auf Reisen. Der Autofokus ist schnell und präzise

Auch bei Sony gilt: Kannst du etwas mehr Geld ausgeben und nutzt du das Teleobjektiv in erster Linie nicht auf Reisen und/oder möchtest gerne etwas mehr Lichtstärke, ist die Variante mit der größeren Offenblende, das Sony SEL70200 f/2.8 perfekt für dich. Wir empfehlen es insbesondere für die Tierfotografie zuhause und für das Fotografieren in Innenräumen. Die höhere Lichtstärke hat – wie immer – aber leider auch bei Sony ihren Preis: Die f/2.8-Version des SEL70200 ist über doppelt so teuer wie die Variante mit f/4. Als Allrounder, gerade für den Anfang, ist daher das Sony SEL70200G f/4 eher unsere Empfehlung.

Beide Varianten des Objektivs sind spritzwassergeschützt und verfügen über einen Bildstabilisator.

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Empfehlung II: Sony SEL100400GM f/4.5-5.6

Wenn du ein super Sony-Teleobjektiv mit mehr Brennweite suchst, was trotzdem noch gut tragbar sein soll, ist das Sony SEL100400GM perfekt für dich. Es ist unser absoluter Tipp für ein Sony-Teleobjektiv für dich, wenn du auf Reisen Tiere fotografieren willst. Mit 1,4kg ist es gerade noch so transportabel und bietet eine gute Brennweite für die Tierfotografie, z. B. auf Safaris. Das Teleobjektiv macht gestochen scharfe Fotos mit einem sehr schönen Bildlook, der Autofokus schnell und präzise. Wie auch die anderen hier vorgestellten Teleobjektive von Sony ist es spritzwasserabweisend, du kannst es also auch im leichten Regen verwenden.

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Empfehlung III: Sony SEL70300G f4.5-5.6

Auch Sony bietet ein 70-300mm-Teleobjektiv, was eine ähnliche Abbildungsleistung wie das 70-200mm hat, dabei nur etwas lichtschwächer ist, aber einen Brennweitenbereich bis 300mm bietet. Es ist nur etwa günstiger als die 70-200mm-Klassiker, aber wenn du dir etwas mehr Brennweite wünscht, etwa in der Fotografie von Wildtieren, ist das Sony SEL70300G eine echte Alternative!

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Empfehlung für ein Teleobjektiv mit großer Brennweite (für Canon und Nikon)

Du willst mehr und suchst ein Teleobjektiv mit langer Brennweite, das dich nicht in die Privatinsolvenz treibt? Wir haben DIE Empfehlung für dich, wenn du Canon- oder Nikon-Nutzer bist!

Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM Contemporary
oder
Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM Sports

Das Sigma 150-600mm bekommst du sowohl für Spiegelreflexkameras von Canon (EF-Mount) als auch von Nikon (F-Mount). Du kannst es sowohl an Vollformat- als auch an APS-C-Kameras verwenden. Für Sony gibt es das Objektiv aktuell leider nicht.

Für uns ist das Sigma 150-600mm DAS Teleobjektiv für einen langen Brennweitenbereich, wenn du flexibel sein willst und dein Kauf dich nicht gleich in den Ruin treiben soll (zum Vergleich: Für eine – natürlich sehr gute – 600mm-Festbrennweite von Canon zahlst du 14.000€!), du aber trotzdem großen Wert auf Bildqualität legst.

Wir nutzen das Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM Sports seit etwa einem Jahr selbst als Teleobjektiv auf unseren Canons. Während wir zuerst zugegebenermaßen skeptisch waren, ob uns die Abbildungsleistung und Schärfe bei einem so flexiblen und vergleichsweise so günstigen Teleobjektiv überzeugen kann, waren wir nach den ersten Testfotos sehr schnell überzeugt.

Teleobjektiv Canon Nikon Sony
Die Schärfe des Sigma 150-600mm Sports sitzt auch im sonst oft schwächelnden, aber für uns besonders wichtigen oberen Brennweitenbereich (hier bei 600mm) perfekt.

Wir haben das Sigma 150-600mm in der Sports-Variante einem ausführlichen Praxistest unterzogen (unabhängig und nicht unterstützt von Sigma), den Bericht und alle Testfotos findest du hier: Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM Sports im Praxis-Test

Die Contemporary- und Sports-Variante des Objektivs unterscheiden sich hauptsächlich in der Wetterfestigkeit. Diese ist für uns ein super wichtiger Punkt, weswegen wir uns für die Sports-Variante entschieden haben. Die Contemporary-Version ist allerdings deutlich leichter und günstiger, weswegen sie für viele andere Fotografen, insbesondere für die, die nicht beruflich fotografieren, interessanter sein wird. Hinsichtlich der Bildqualität etc. unterscheiden sich die Varianten nur leicht (siehe unser Test).

Wir empfehlen dir das Sigma 150-600mm sowohl für Nikon als auch für Canon, wenn du Interesse an der anspruchsvollen Wildtierfotografie hast und dir 200 oder 300mm einfach immer zu kurz sind. Leichte Abstriche musst du nur bezüglich der Lichtstärke machen – aber wie gesagt, der Preis für lichtstärkere Teleobjektive im hohen Brennweitenbereich ist für die meisten, die nicht beruflich in genau diesem Bereich spezialisiert sind, kaum zu tragen. Uns gefällt bei Tierfotos in der Dämmerung daher besonders die Zusammenarbeit dieses Teleobjektivs mit einer lichtstärkeren Vollformatkamera.

An einer APS-C-Kamera hast du dafür natürlich den unglaublichen Vorteil der Brennweitenverlängerung: Und so kommst du mit dem 150-600 an einer Nikon APS-C (Cropfaktor 1,5) effektiv auf sagenhafte 900mm, bei Canon APS-C (Cropfaktor 1,6) sogar auf 960mm.

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Teleobjektiv Canon
Jan ist sehr glücklich mit dem neuen Sigma Teleobjektiv für seine Canon!

Inspirierende Bücher rund um die Telefotografie

Du suchst inspirierende Bücher für die Fotografie mit Teleobjektiven? Wir haben drei wunderbare Empfehlungen für dich!

„Naturfotografie: Die große Fotoschule. Natur, Landschaft, Makro und Tiere spektakulär in Szene setzen“ von Hans-Peter Schaub

Der Naturfotograf Hans-Peter Schaub liefert hier einen tollen Ratgeber für den Einstieg in die ambitionierte Naturfotografie. Er zeigt dir, wie du typische Motive kreativ und beeindruckend in Szene setzt und wo du überall um dich herum spannende Naturszenen findest.

Neben Grundlagen zur Technik und Ausrüstung findest du in diesem Buch Tipps für die stimmungsvolle Landschaftsfotografie genauso wie Ideen zur Inszenierung von Tieren und Pflanzen. Auch für die Fotografie in Zoos gibt es hilfreiche Tipps. Ein wertvolles Buch, das viele Bereiche der Telefotografie abdeckt!

Naturfotografie: Die große Fotoschule

„Handbuch der Vogelfotografie“ von Markus Varesvuo, Jari Peltomäki und Bence Máté

Dieses Buch ist DAS Werk für Vogelfotografen und alle, die es werden wollen. Ein toller, praxisnaher Ratgeber, von der ersten bis zur letzten Seite voll mit Wissen und Ideen – und natürlich tollen Fotos! – rund um die Vogelfotografie.

Das Handbuch der Vogelfotografie ist perfekt für dich, wenn du dich für die Fotografie von Vögeln interessierst oder deine Vogelfotos verbessern möchtest.

Handbuch der Vogelfotografie

„Digitale Fotoschule: Sport- und Actionfotografie“ von Benedikt Altschuh

Eher etwas altbacken und schlicht aufgemacht, ist dieses Buch dennoch ein hervorragender Einstieg in die Sportfotografie, das viel Inhalt bietet und wertvolle Tipps gibt. Das Werk ist ein toller Ratgeber für dich, wenn du dich für die Sportfotografie interessierst, auf dem gebiet selbst aber noch nicht viele Erfahrungen hast. Es zeigt solide die technischen und gestalterischen Grundlagen der Sportfotografie.

Digitale Fotoschule: Sport und Actionfotografie

Welches Canon, Nikon oder Sony Teleobjektiv nutzt du?

Welches Teleobjektiv nutzt du für deine Canon, Nikon oder Sony? Hast du dich für eine unserer Empfehlungen entschieden? Oder sparst du aktuell auf ein bestimmtes? Hinterlass uns doch gerne einen Kommentar!

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Autor

Ich bin Sina, Mitbegründerin von Lichter der Welt, Fotografin und leidenschaftliche Weltenbummlerin. Ich liebe Natur, Freiheit, die Sonne auf meinem Gesicht und den Wind in meinen Haaren. Schon als Kind saß ich fasziniert vor dem Globus und malte mir aus, die Weite dieser Welt zu entdecken. Heute lebe ich diesen Traum und sammle Tipps, Inspirationen und Erfahrungen für dich!

22 Kommentare

  1. Michael Klassen Antworten

    Hallo, danke für den schönen Bericht.
    Warum empfiehlt ihr nicht das Tamron 70-180 2.8, statt dem Sony 70-200 F4 oder F2.8? Das ist sogar kleiner als das F4 von Sony.

    • Sina Antworten

      Hallo Michael,

      um den Artikel einigermaßen übersichtlich zu halten, haben wir nur die Teleobjektive der Hersteller Canon, Nikon und Sony vorgestellt (und die eine Ausnahme des Sigma 150-600, weil es hier von den Herstellern nichts vergleichbares gibt). Zweifelsohne haben auch Tamron, Sigma und andere Hersteller sehr gute Objektive.

  2. Kleine Anmerkung zu DX Objektiven auf Nikon Vollfformat-Kameras: Das ist in der Regel problemlos möglich, außer vielleicht bei deutlich älteren Modellen. Bei meiner D800 geht es jedenfalls. Man kann sogar einstellen, ob die Kamera den Sensor automatisch “croppen” soll.
    Ob man allerdings die DX Objektive auf seiner teuren Vollformat nutzen WILL ist die andere Frage 😉

    Absolut Recht gebe ich euch bezüglich des 200-500mm Telezooms. Das ist wirklich für diesen Preis eine absolute Granate. Ich hatte mir dieses für einen Norwegenurlaub einmal ausgeliehen und habe lange mit mir gerungen ob sich eine Anschaffung für mich lohnt. Da ich aber überwiegend im Bereich Modelfotografie knipse hätte ich nur ser selten Verwendung dafür. Und was ich bei Flugreisen damit machen soll wäre mir eh ein Rätsel.

    • Sina Antworten

      Hey Stefan,
      danke für die Anmerkung! Wie ist das denn, wenn man das automatische croppen ausstellt, dann gibt es einen schwarzen Rand?

      Das Nikkor 200-500mm wäre sowas von unser Objektiv, wenn wir jemals auf Nikon umsteigen… 😅

      • Ja, dann gibt es einen schwarzen Rand. Falls ihr Interesse habt kann ich gerne mal gucken ob ich irgendwo noch ein Beispielfoto für euch im Archiv rumgammeln habe 😉 Ich hatt enach dem Umstieg auf Vollformat noch das 70-300 DX, was ich dann recht schnell verkauft habe weil es auf der DX zwar hervorragend, aber auf der FX doch zu schlecht war, und das Nikon DX 10-24. Letzteres habe ich noch länger auf der D800 genutzt, bis ich mir irgendwann das “untere Ende” der Dreifaltigkeit zugelegt habe.

  3. Schätze mein 200-600 von Sony sehr,leider ist die Alpha 7R II viel zu langsam für die Vogelfotografie.
    Aber es gibt ja von Sony inzwischen sehr schnelle Kameras mit Vogel AF
    Mal das Sparkässeli fragen
    Lg rolf

    • Sina Antworten

      Hallo Rolf,
      das klingt nach einer zwingend notwendigen Neuanschaffung, da kann man wohl nix gegen machen.. 😎😆

      Liebe Grüße
      Sina

  4. Hallo Sina,
    ich finde es toll, wieviel Mühe Ihr für die Beiträge investiert.
    Ich habe eine Frage zu dem Sigma 150-600mm.
    Warum habt ihr nicht das von Tamron genommen? Hat die gleiche Brennweite und aus meiner Sicht ein bis zwei kleine Vorteile in der Bedienung.
    LG
    Jens

    • Sina Antworten

      Hey Jens,
      die starke Bildqualität, insbesondere die Schärfe bei 600mm, haben uns beim Sigma absolut überzeugt. Das Tamron ist im unteren Brennweitenberich etwas stärker, aber für unsere Wildlifefotografie sind besonders die 400-600mm sehr interessant, da liegt das Sigma etwas vorne.
      Das macht das Tamron natürlich nicht schlechter!

      Liebe Grüße
      Sina

  5. Liebe Sina,
    danke für den Beitrag, kam gerade passend. Ich fotografiere kaum mit Tele, da ich glaube, dass Profis bessere Wildtierbilder machen als ich es könnte und der Aufwand (Zeit / Gewicht) nicht lohnt. Durch Home Office bin ich jetzt aber auf den Geschmack gekommen und habe mit dem alten Tele meiner Eltern (Canon 75-300mm) auf der EOS R mit Adapter und Stativ ein paar schöne hautnahe Bilder von Hauben- und Schwanzmeisen sowie Rotkehlchen im verschneiten Garten aufgenommen. Das hat mich jetzt doch für die Telefotografie begeistert. Die Bilder sind prima als Motiv für Post-/ Geschenkkarten für die Nachbarn.
    Viele Grüße, Petra

  6. Hallo,
    vielen Dank für den informativen Artikel. Ich bin sehr angetan von dem Canon EF 70-300mm f/4.0-5.6 IS II USM Objektiv und möchte es kaufen.
    Allerdings bin ich etwas irritiert, weil der Link zu einem älteren Modell des Objektivs führt.
    Ist da etwas falsch verlinkt oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Der Link führt zu folgendem Objektiv Canon EF 70-300mm f/4.0-5.6 IS USM Tele Zoom Objektiv.
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Vielen Dank.
    Gruß
    Jürgen

    • Sina Antworten

      Hallo Jürgen,
      du hast Recht, da ist uns ein Fehler unterlaufen und der Link führte zu der älteren Variante des Objektivs. Nun ist es behoben und alles stimmt.

      Tut uns leid – danke dir für den Hinweis und ganz viel Spaß dann mit diesem super Objektiv!

      Liebe Grüße
      Sina

  7. Hallo Sina,

    ja das Nikon 200- 500 f/5,6 ist echt eine Wucht. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach unglaublich und wegen der durchgehenden Blende bevorzuge ich es auch gegenüber dem Sigma Sports. Sind war 100 mm weniger, aber die Qualität ist echt genial. Ich verstehe durchaus, das Canon und Sony User da ein bisschen neidisch sind 🙂

    LG

    Lisa

  8. Andreas Basalla Antworten

    Hallo Sina,
    habe gerade Eure Webseite gefunden. Echt super und auch für den Hobbyfotografen verständlich! Da bekommt man doch wieder Lust sich mit der Thematik Blende und Co. bezüglich SLR Kamera zu beschäftigen.
    Dann direkt auch eine Frage: Ich habe meinen letzten Afrika Urlaub (ja, ist schon lange her) mit einer AE-1 Programm bestritten. Hauptsächlich hatte ich damals ein Tele 70-300 drauf und habe, bis auf die Abend/Nachtbilder am Wasserloch super Foto´s gemacht. Da mein Nachfolger EOS 3000 mich etwas enttäuscht hat, bin ich auf eine Nikon F65 umgestiegen. Aus der Zeit habe ich noch ein Nikkor 70-300 1:4-5,6G. Mit dem und der nachfolgend erworbenen D90 habe ich bei Tage auch weiter gute Bilder gemacht, bin aber auf ein Tamron AF18-200 F/3,5-6,3 IF umgestiegen.
    Jetzt die Frage: da ich in Afrika hauptsächlich im Telebereich des 300er fotografiert habe, kann ich mit dem “alten” Nikkor + D90 beruhigt nach Afrika fahren (ist ja eigentlich ein 105-450 bei gleicher Lichtleistung) oder sollte ich über neue Hardware nachdenken?

    • Sina Antworten

      Hey Andreas,

      wir selbst kennen dein Objektiv nicht, können also nicht aus erster Hand was dazu sagen. Meine Herangehensweise wäre es, mit dem Objektiv bzw. der Kombi in einen Zoo/Tierpark zu fahren und dort zu fotografieren. Danach weißt du, was sie kann und wie zufrieden du mit den Fotos bist 🙂 So kannst du es direkt in der Praxis selbst probieren und hast keine blöden Überraschungen. Als Nebeneffekt hast du damit auch gleich etwas Training 😊 Generell: Wenn du bisher mit dem Objektiv zufrieden warst, kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum es dich plötzlich enttäuschen sollte?!

      Das Tamron 18-200 wäre nicht meine Wahl, hier zeigen wir, warum: Wie gut sind Superzoom-Objektive?

      Liebe Grüße und tolle Fotos wünsche ich dir!
      Sina

    • Hallo Andreas,
      ich habe früher selber mit der Kombi Nikon D90 + AF-S VR Zoom-Nikkor 70-300 1:4-5,6G IF-ED (falls du dieses Objektiv meinst, , da gibt es ja einige Versionen) fotografiert und war sehr zufrieden. Für den Weitwinkel bis leichten Telebereich hatte ich noch das 16-85 mm… das beides zusammen war an der D90 echt eine Traumkombi.
      Aber ich gebe Sina Recht: bevor du dich auf Experimente in Afrika einlässt und dann unzufrieden bist, teste lieber vorher ausgiebig zu Hause.
      LG und eine tolle Reise
      Stefan

      • Andreas Basalla Antworten

        Hallo zusammen, nein es handelt sich um das “güldene” alte AF mit dem Kennbuchstaben G. Also so gebaut, das alle Daten vom Objektiv zur Kamera übermittelt werden. Zu den neuen AF-S besteht nur der Unterschied, das diese alten Objektive keine VR und keinen eigenen Autofokus haben. Deswegen die D90. Wird auch mittlerweile oft auf ebay angeboten.
        Da Sina ja für Wildtieraufnahmen Abend/Nachtaufnahmen empfiehlt mit fester Blende und ohne Bildstabilisator und AF zu arbeiten, sollte dies mit dem alten Objektiv funktionieren. Ich werde das mal abends Zuhause ausprobieren (oder in den Wald fahren), da der Zoo dann ja schon zu hat und dort auch viel Kunstlicht vorherrscht, welches ja in Afrika nur wenig vorhanden ist.
        Sollte einer von euch hier noch eine Erfahrungen haben, bitte immer gerne her damit 🙂

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